Manjaro Neuinstallation und richtige Partitionierung für btrfs

Ich habe mich hier mal durchgelesen, verstehe aber als Anfänger so einige Sachen noch nicht. Gibt es zu diesem Thread evtl. auch irgendwo eine grafische Übersicht, wie man die Partitionen während der Manjaro Installation anlegen und einrichten muss? Habe mal auf YouTube geschaut, bin dort aber nicht fündig geworden. Irgendwie macht es fast jeder anders :sweat_smile:

Hallo corun,
da bei Manjaro btrfs Standard ist würde ich einfach den Installer mit automatischer Partitionierung machen lassen. Es sei denn, Du hast noch andere Betriebssysteme oder Sonderwünsche. Auf jeden Fall ist, wie in der Anleitung erwähnt, eine einzige große btrfs Partition mit Subvolumes die empfohlene Wahl. Aber genau das macht die automatische Partitionierung im Installer, wenn ich mich recht erinnere.

viele Grüsse gosia

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btrfs ist allenfalls dann eine gute Wahl, wenn man genau weiß, daß man es für seine Anwendungsfälle braucht. Das als Standard im Installer einzustellen ist meiner Meinung nach nicht durchdacht. Standardwerte sind für Leute, die nichts wissen, und nicht um jemandem technisch beeindrucken zu wollen. Wenn man nichts weiß, braucht man Einstellungen, die ohne weiteres dauerhaft problemlos funktionieren. Meine Empfehlung ist, nimm ext4, dann brauchst du nicht mal zu wissen, was ein Dateisystem ist. Und im Ernst, weshalb sollte ich mich damit überhaupt befassen - ich habe anderes mit meinem Computer zu tun.

Was im verlinkten Forum Post hinsichtlich btrfs und Volumes gesagt wird - ich dachte immer dafür gibt es LVM (Linux Volume Manager)? Jedenfalls was ich mache, wenn ich Manjaro installiere, ist eine klassische Partitionierung /boot/efi, /, /home und Swap. Für mich ist es kein Problem, wenn unsinnige Standardwerte im Installer gesetzt werden, weil ich das leicht ändern kann. Für Anfänger ist es ein Problem, weil sie sehr wahrscheinlich nichts ändern und auf einem System landen, das ihnen am Ende nur Probleme macht.

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Hallo jofi,
naja, ich stimme dir zu, dass man mit ext4 einfach loslegen kann ohne viel zu wissen, während man sich mit btrfs vorher beschäftigen sollte, um die Vorteile zu nutzen. Aber genau dazu ist ja die genannte Anleitung da und ich habe den Eindruck, dass corun durchaus lernbereit ist.

Aber für Manjaro ist nun mal schon lange vorher die Design-Entscheidung getroffen wurden, btrfs als default zu benutzen (oder ist das inzwischen wieder rückgängig gemacht wurden?), so dass ich kein Problem darin sehe, im Installer die automatische Partitionierung einfach abzunicken. Lasse mich aber gerne belehren.

viele Grüsse gosia

Das geht am Thema des Threads vorbei. Der Installer schlägt btrfs vor, und das aus gutem Grund.

Das ist wirklich nicht nötig.

Der Installer macht automatisch alles richtig.

Der Thread versucht nur das Chaos richtigzustellen, das verschiedene “Ratgeber” anrichten, die selbst keine Ahnung haben.

Und ja, ext 4 sollen die einsetzen, die sich nicht mit was neuem beschäftigen wollen.

Btrfs kann halt automatisch

  • Kompression
  • Prüfsummen
  • platzsparende Snapshots
  • RAID
  • und mehr …

Was es braucht ist

  • eine GPT-partitionstabelle
  • eine swap-partition (Größe wird aus dem RAM berechnet – wie bisher auch)
  • eine btrfs-partition (Gesamter Rest der Platte)
    :footprints:

SUSE hatte btrfs bereits vor über 10 Jahren als Default Datei System für die System Partition ausgewählt. Bitte definiere “neu”. Ich hatte btrfs im Einsatz und verwende schon lange wieder ext4 und das tatsächlich aus gutem Grund. Aber wie gesagt, für mich ist es nicht wichtig, was im Installer vorausgewählt ist. Und da du schon zugibst, daß man sich mit btrfs befassen sollte, wäre es da nicht besser, dieses sich befassen nicht per Installer zu erzwingen, wo bei das sich befassen meist erst dann beginnt, wenn die Probleme anfangen, also leider erst im Nachhinein. Ein weiteres Argument wäre, daß man ext4 mittels btrfs-convert gegebenenfalls auch nachträglich auf btrfs umstellen kann, falls man es im Installer verpasst hat oder sich Anforderungen später ändern. Umgekehrt, also einen Weg von btrfs zurück zu ext4 gibt es soweit ich weiß nicht. Darf man neuinstallieren.

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Sehe ich genauso, Btrfs als der neue Standard auszuwählen ist einfach nur unseriös… ich habe mich schon öfters gegen diese entscheidung ausgesprochen.

Hier werden etliche user auf ein Datei System geleitet und zwar in erster linie wegen der vorauswahl (und damit in eine falle gelockt) weil genau dieses Klientel dann vermutet das Btrfs dann wohl so ausgereift und benutzerfreundlicher geworden ist und EXT4 verdrängen würde, nur weil es vorselektiert ist.

Ich frage mich auch, ob der Wechsel von FAT32 auf NTFS bei Windows7 als “Pflicht”, hier vergleichbar unseriös war. Nun bei Windows XP/2000 konnte man FAT32 noch auswählen, ab Win7 ging das nicht mehr. Tatsächlich ist FAT32 immer noch hochstabil, aber für moderne Anforderungen am Betriebssystem ist es absolut unbrauchbar geworden. Genauso verhält es sich bei ext4 und btrfs. Das ist nicht unseriös, sondern eine technische Notwendigkeit.

Mit KI zusammengefasst:

FAT32 – fehlt NTFS – notwendig geworden
Keine Checksummen für Daten/Metadaten Checksummen und Journaling für Datenintegrität
Keine Zugriffsrechte (ACLs), nur einfache Attribute Vollständige ACLs, Rechteverwaltung per Benutzer/Gruppe
Max. Dateigröße 4 GB, Partitionen problematisch >32 GB Dateien bis 16 EB, Partitionen bis 256 TB und mehr
Kein Journaling, Abstürze führten zu Datenverlust Journaling, Absturzsicherheit, automatische Reparatur möglich
Keine Kompression, keine Verschlüsselung im Dateisystem Transparente Kompression, EFS-Verschlüsselung für Dateien/Ordner
Einfache Cluster-Verwaltung, hohe Fragmentierung Intelligente Platzverwaltung, geringer Fragmentierungs-Anstieg
Keine Quotas, keine Metadaten-Overhead-Strukturen Quotas, Datenträgerkontingente, umfangreiche Metadaten
ext4 – fehlt btrfs – notwendig geworden
Keine Checksummen für Daten (nur Journal) Checksummen für Daten und Metadaten, Silent-Data-Corruption-Schutz
Kein Copy-on-Write (COW), kein Self-Healing Copy-on-Write, integrierte Integritätprüfung, Selbstkorrektur bei RAID
Keine Snapshots, keine Subvolumes Native Snapshots, Subvolumes für flexible System-/Backup-Strukturen
Keine transparenten Kompression im Dateisystem Transparente Kompression (zstd, lzo, etc.) auf Dateisystemebene
Keine Deduplizierung der Dateien Deduplizierung möglich, reduziert Speicherbedarf bei Backups/VMs
Multi-Device nur über RAID/LVM-Stapel, nicht im FS Multi-Device/Pools direkt im Dateisystem, RAID-Modi auf btrfs-Ebene
Keine integrierten Quotas per Subvolume, begrenzte Verwaltung Quotas, flexible Verwaltung, dynamische Rebalancing-Prozesse
Keine automatische Fehlerkorrektur bei Spiegelung Mit Spiegelung (RAID1/10) automatische Reparatur von korrupten Blöcken

BTRFS ist die Folge eine Notwendigkeit, die die Mehrheit der Nutzer eben durch externe Tools versucht zu ergänzen. Mit Btrfs hat man ein Tool, dass viele externe Tools obsolet machen. Es ist stabil genug, genauso wie NTFS es war. Selbst NTFS hatte Kinderkrankheiten, wie sehr hohe Fragmentierung limitierter MFT, Performance-Probleme, Datenverluste durch fehlerhafte MFT/Journal nach Abstürzen usw. Trotz allem hat sich NTFS etabliert. Das wird BTRFS auch tun.

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Das ist alles sehr schön gesagt, nur brauch Otto Normalverbraucher einen IT an der Seite ihm das Ding zu managieren. Die Leute lesen nicht mal die Anoncen, keine Überraschung die haben Probleme mit eine Filesystem, die so kompliziert ist, zeigt mal den benutzten Kapazität eindeutig nicht…und geht komplett im Amok wenn unter 10-20% Freiplatz bleibt.
Arch is nicht für jederman. Manjaro auch nicht. Btrfs ebenso. Bis btrfs jederman tauglich wird, soll viel benutzerfreundlicher werden, bzw. sollten jede Menge gui Tools entwickelt werden.

NTFS lief immer im großen und ganzen extrem rund und man brauchte keine stundenlangen recherchen zu unternehmen um dieses dateisystem zuverlässig benutzen zu können.

Der vergleich zwischen EXT4/BTRFS und Fat32/NTFS hinkt total.

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Sieh es wie du willst. Ich brauchte keine stundenlange Recherche, um es zuverlässig zu benutzen. Erst als ich spezielle Bedürfnisse hatte, wurde es komplexer. Standard-Einstellungen sind benutzerfreundlich.

In welchem Punkt? Ich habe klar geschrieben, dass es um die Notwendigkeit der Entwicklung geht, der mit zunehmender Komplexität notwendig wird. Es ging mir nie, um Benutzerfreundlichkeit, die bei Linux allgemein und historisch nie auf Otto-Normal-Verbraucher ausgerichtet war, sondern technisch versierte Menschen.

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