Manjaro LTS, währe das vorstellbar?

Hallo Forum Gurus,
ich weiß das Manjaro ein Rolling-Relase ist, aber währe es vielleicht eine Idee eine LTS Version anzubieten um auch Menschen zu binden, die nicht täglich updaten wollen sondern eine “stable” Version haben möchten, ähnlich Ubuntu.
Grüße
Zirius

nein

wer das möchte wird mit mehr als genug distros bedient, da braucht es nicht noch eine.

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Hallo @Zirius,

  1. Auf auf dem stabilen Zweig von Manjaro musst sicherlich nicht täglich aktualisieren. Im Normalfall gibt es 1 großes Update pro Monat und kleinere Updates für kritische Programme, zb Firefox, kommen sobald wie möglich.

  2. Man kann aus einem fixed release sehr schnell ein rolling release machen (wenn man einfach den Entwicklungspaketen folgt), aber aber aus einem rolling release ein fixed release? Das ist schon technisch nicht möglich. Das einzige, was mir einfällt ist das was Manjaro bereits umsetzt: Es verzögert die Updates und lässt es in Unstable → Testing → Stable übergehen nach erfolgreichem Test. Allerdings: Manjaro Unstable ist gleich ArchLinux Stable.

  3. Selbst Windows ist meines Wissens seit Windows10 auf eine Art Rolling Release umgesattelt, wo es eben auch Channel gibt und Updates ausgerollt oder für Firmen zurückgehalten werden. Der einzige Unterschied ist hier denke ich die größere Benutzerbasis (Versuchskaninchen) und die excessive Telemetrie.

Also nein. Klassisches LTS wird es bei Manjaro bestimmt nicht geben, da das, wenn man dem Trend folgt, langsam zu einem “Auslaufmodel” wird. Für Server, die 24/7 laufen, muss es so etwas geben, aber da Manjaro für dem Desktop vermarktet wird, wird das auch nicht in Betracht gezogen.

Alles nur meine Meinung.

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Ich musste letztens auf einem rechner meine 3 Jahre alte Windows-Version installieren um ein programm laufen zu lassen. Der Horrortrip vor dem Herrn :rofl: :rofl: :joy:
da fängt man ja schon beim hochbooten an zu beten ob nicht schon wieder eine stundenlange updateorgie startet.
jetzt weiß ich wenigstens warum ich das nicht mehr vermisse, da scheren mich die updates in einer rolling-release gar nicht.

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Oh ja… hab win7 in einer VM. Erstmal updates… 3 Stunden später… endlich, darf ich jetzt anfangen? Win7 war ein sog. fixed release und auch “LTS”.

Jepp LTS auf dem Desktop wird auf lange Sicht ausgemustert werden. Stattdessen gibt es dann die ganze neueren Formate: AppImage, Flatpak oder Snap, die liefern ja alle Libs mit, die das Programm braucht, was man dann als “LTS” bezeichnen könnte.

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womit dann auch auf Linux die dll-Hölle vorprogrammiert ist und die Festplatten vollgestopft werden. echt nicht mein ding und ich bin froh das man auf manjaro sowas abwählen kann.

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Hallo Olli und alle anderen,
es war nur ein Gedankenspiel eigentlich, so denke ich nicht verkehrt. Das Problem ist ja das wenn man bei einem Rolling Release nicht am “Ball” bleibt das System evtl. irgendwann nicht mehr bootet. Klar, wer Windows 10 oder 11 hat ist nicht besser dran. Da spreche ich aus Erfahrung, Update Zeiten von 45 Min. oder länger sind Standard und es ist nicht sicher ob es auch tatsächlich gut geht. Deshalb Linux.

Grüße Zirius

Der Trend ist Richtung Rolling-Release model. Suse, Fedora und andere bereiten ihren zweiten Zweig bereits vor. Arch/Manjaro machen as Release-Model schon länger. Meistens geht es gut mit den Updates, manchmal jedoch können kleinere Probleme entstehen.

Mit 21.x bietet Manjaro bereits automatische Snapshots mit Rollback Funktion via BTRFS an. Einfach in der automatischen Installation das FileSystem auswählen um bei Pacman Updates entsprechende Sicherungen automatisch zu machen. Grub Bootloader bietet dann ältere Snapshots zum erneuten Booten an.

Entsprechend weitergedacht ist das Projekt GitHub - CuBeRJAN/astOS: An immutable Arch based GNU+Linux distribution utilizing BTRFS snapshots. Auch Steamdeck von Valve setzt auf eine Kombination von BTRFS und EXT4 um Updates sicherer zu machen. Gepaart mit Flatpak hätte man ein modernes System für Anfänger.

Eine klassische LTS Distro ist jedoch mit mehr Aufwand verbunden, was nur mit mehr Angestellten geht. Manjaro GmbH & Co KG kann man immer noch als Startup bezeichnen. Zusammen mit unseren Community-Entwicklern schauen wir uns um was machbar wäre …

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Ist Manjaro nicht irgendwie eine LTS? Es wird doch im Idealfall länger supportet als jede Fixed-Release-LTS die momentan zu haben ist (z.B. Ubuntu 22.04 bis 2027).

Einzig wäre da die Sicherstellung von Software, die bis dahin vielleicht auf ausgemusterter Abhängigkeiten basiert und deshalb nicht mehr unterstützt wird. Aber im Privatbereich wird es meist erst ausgemustert, wenn es dazu eine sinnige Alternative gibt. Oder im open source Bereich sogar einen Fork.

Also ist dieser LTS Gedanke eigentlich etwas, das mehr in die Industrie zielt als auf den Privatanwender. Auch wenn ich über 10 Jahre nur Ubuntu-LTS Versionen benutzt habe. Ich hab auch durch Ubuntu erst von LTS erfahren. Und Ubuntu kann das ja auch gut anbieten, weil sie ihre Distro im Grunde auf für die Industrie gedachte Server-Distro aufbauen.
Ich bin ja nicht für Wortschöpfungen, aber vielleicht könnte man die Attraktivität von LTS ja auch in LLS umlenken (live long support), wie eine Manjaro-LLS-Version :smile: und bald würden dann alle User nur noch nach LLS-Versionen suchen.

Hallo @philm,
BTRFS klingt gut. Ich verwende es für /root und wenn was nicht mehr richtig laufen sollte, boote ich vom Stick und nutze Timeshift oder wähle vor dem Booten ein älteres Snapshot und alles ist wieder prima.
Manchmal ist aber ein update noch nicht gut, und dann hilft nur: downgrade. Das brachte ich schon zwei mal für mariadb wegen digiKam und ein Mal für AnyDesk.
Was muss oder kann man noch beachten, bei diesem Rolling Release von Manjaro? Ich frage, weil ich noch immer Anfänger bin, aber mittlerweile habe ich Manjaro schon seeehr lieben gelernt.

Nun man kann mit Linux generell viel machen. Es kommt auf die Einstellung an. Alma ist ein ähnliches Konzept über eine Paket-Liste ein System zu erstellen was von USB läuft.

Software und Applikationen brauchen manchmal Zeit und ein Update eine Datenbank kann was an der Struktur änderen was im Programm erst unterstützt werden muss, auch wenn eine Funktion umbenannt oder entfernt wird.

Somit sind Backups und Dateisysteme mit Snapshot Funktion für den Anfang schon mal sehr gut wenn man eine Rolling Release nutzt. Einfach relaxed die Sache angehen und Updates bei wichtigen Meetings oder Workload besser aufschieben …

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Das klingt sehr interessant. Ich glaube auf dem Kanal DistroTube wurde vor kurzem von etwas ähnlichem berichtet. Es wäre ja genauso geeignet, um eine Festplatten-Installation zu machen. Eigentlich die Idealvorstellung, wenn die Preset-Datei auch noch automatisch während Installationen/Systemupdates (im Normalbetrieb, also Post Installation) upgedated/neugeschrieben wird. Dann bräuchte es im Grunde gar keine Backups mehr, außer die eigenen Dateien. Wenn was schief geht, dann wird einfach das Install-Script mit Preset-Datei gestartet und das System ist wieder auf dem Stand von vor 15 Minuten. Im Idealfall…ein Traum :slight_smile:

Darf ich (als immer noch Anfänger) ganz naiv fragen: Was macht eine LTS so attraktiv, was muss ich bei Manjaros Rolling Release beachten, damit nicht allzu viel unnötigerweise schief geht?
(Manjaro ist mein erstes Linux System, mit dem ich wirklich alles mache, was ich die 30 Jahre zuvor mit Windows gemacht habe.)
Vor allem dieses Forum hat mir immer geholfen, wenn es mal Probleme gab.

So wie ich LTS verstehe:
die gleiche Software - immer genau die gleiche
über die gesamte Laufzeit

nur Sicherheits Updates - für die ursprüngliche/alte Software

das Verhalten/Funktion und Aussehen bleibt immer genau dasselbe

… nicht jeder braucht das
aber manche Arbeitsabläufe müssen einfach funktionieren
ohne aufgrund eines Updates daran rumdoktern zu müssen.

was ist “allzuviel” für Dich?

Das ist alles hypothetisch - solange bis Du aufgrund eines Updates zum nachforschen, lernen, adaptieren
gezwungen bist - weil es sonst einfach nicht mehr geht.
Das passiert mit einer LTS distro nicht.

Und das ist vielen Benutzern der potentielle Nachteil nicht absolut aktueller Software wert.

Ist eine persönliche Entscheidung und Risikoabwägung - was Dir halt wichtiger ist
und was Du bereit bist (oder nicht)
im Fall des Falles zu tun/an Arbeit zu investieren.

Danke @Nachlese,
ja, es ging ab und zu mal was nicht mehr, gerade dann, als ich das System gebraucht hatte, das war ziemlich verstörend für mich. Aber ich habe dadurch viel gelernt:

  1. Nichts ist immer selbstverständlich.
  2. Fehler kann man beheben: mit Timeshift oder updates rückgängig machen, mit downgrade.
  3. Ich traue mir nun zu, die nächsten 22 Jahre mit Manjaros Rolling Release zurecht zu kommen, nachdem ich die ersten 22 Monate mit ordentlich Naivität und Unwissenheit überstanden habe.

Wenn ich also keine noch größeren Risiken des Rolling Releases erfahre, bleibe ich dabei.

Möchte fast sagen, es macht sogar Spaß, wenn’s nicht klappt, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Dennoch bleibt die Frage: Wenn wieder updates kommen: Wann ist die rechte Zeit, sie auszuführen?
Woran erkennt man updates, die man besser nicht gleich macht?

Doch noch eine Anmerkung: Ich brauche die vielen updates eigentlich gar nicht, bis auf die von Kdenlive, da hätte ich gerne die aktuelle Versionen. Und der Reiz, dass ein Linux-System die ganzen Jahre immer gleich ist, immer gleich gut funktioniert, dieser Reiz ist schon groß.
Und: Wenn jemand das LTS bevorzugt: Welche Distro würdet Ihr Manjaro-Kenner da empfehlen?

Baldmöglichst - weil ansonsten in drei, vier Wochen ja schon die nächste Welle kommt. :wink:
was die Dinge nicht notwendigerweise schwieriger macht, aber die Tendenz ist klar.
Arch/Manjaro sollte halbwegs up to date sein sonst kann es haarig werden bei Updates.

Lies hier im Forum (oder auf der Website?) die Update Ankündigungen (update announcements)
Da werden Probleme und meißt auch deren Lösung genannt.

Ich bin zwar kein wirklicher Manjaro Kenner (da ich Arch benutze - Manjaro nur in VM zum basteln)
und weiß auch nicht wie mich das zu Aussagen über andere Distributionen qualifizieren würde wenn ich es wäre
aber
ich würde Mint nehmen
wenn Arch/Manjaro aus irgendwelchen Gründen nicht mehr passend wäre.

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Wie meinst Du denn das? Bist doch im Forum ziemlich aktiv. Und wenn Du Manjaro nicht kennst, was dann?
(Gute Nacht, erst mal, ich schalte jetzt den Rechne ab. Morgen ist ja auch noch ein Tag).

… kennt man Arch, kennt man Manjaro - zum größten Teil zumindest
und bei den Teilen die anders sind … halte ich mich halt mit klugen Ratschlägen zurück
da ich da einfach nicht gut genug Bescheid weiß.

[EDIT: Ich würde mich nicht als Manjaro-Kenner bezeichnen (nach einem Monat) aber ich kenne Ubuntu, also LTS, ziemlich gut - 11 Jahre]

Ich glaube Ubuntu ist die einzige Distribution, die du mit 5 Jahren Support bekommst. Meines Wissens nach sind sogar deren Derivate - wie Kubuntu, Xubuntu - auf 3 Jahre Support beschränkt.

Ich selbst habe schon allein deswegen immer das ganz normale Ubuntu installiert, obwohl ich im Grunde nach 2 Jahre doch wieder die neue LTS installiert habe. Denn egal wie bedacht man auf Stabilität ist, man freut sich am Ende doch auf Neuerungen. Aber ich mochte bis vor kurzem auch Gnome am liebsten. Und Ubuntu kommt mit Gnome als Standard.
Nur beim letzten Release bin ich nicht auf Ubuntu 22.04 umgestiegen sondern auf 20.04 zurück, weil ich nach der Installation von 22.04 ein paar Boot-Probleme hatte. Und da wäre ich auch noch bis zum Release von Ubuntu 24.04, wenn ich Manjaro nicht endlich mal eine Chance geben hätte wollen. (Apropos, ich hatte diese Boot-Probleme nach einer weiteren kurzen Test/Vergleichs-Installation nicht mehr, aber da stand Manjaro für mich schon fest).

Aber Im Grunde würde ich bei einer LTS-Version immer Ubuntu empfehlen (das kenne ich halt gut) und dann sollte jeder entscheiden welche DE er am meisten mag. Denn wie gesagt, am Ende wird man im Regelfall eh nach 2 Jahren die nächste Version installieren.

Auf dem Server würde ich das schon bevorzugen, aber auf dem Desktop nicht. Da heutzutage Container wie Docker für Server-Dienste verwendet werden. Im Grunde soll bei einem LTS das Kern-System gleichbleibend sein, aber die verwendete Software wird selbst verwaltet.

Ohne Reihenfolge:

  • OpenSuse
  • Debian
  • AlmaLinux

Für die Selbstbauer:

Falls noch nicht gesehen: Liste von Linux-Distributionen – Wikipedia.