Installer will vorhandene ESP überschreiben - Manuelle Installation

Hallo,

ich hatte vor vielen Jahren schon mal Manjaro und möchte es nun wieder installieren. Im Multiboot mit mehreren Linux-Distributionen.

Ich wähle die ESP Partition → Ändern → Nicht formatieren (beibehalten) → Einhängepunkt → boot/efi

Was mich irritert. Am Ende in der Zusammenfassung steht: Erstelle Fat32 Partition.

Er will also eine neue Partition erstellen, obwohl ich eingegeben habe “behalten” und nur den Einhänhepunkt angebe. Ich will natürlich nicht, dass die ESP neu angelegt, bzw. evtl überschrieben wird und alle meine Einträge weg sind.

Ist das nur ein “Anzeigefehler” oder wird tatsächlich die vorhandene ESP überschrieben?

Danke und Gruß Chill

Die Bedenken kann ich gut nachvollziehen. Ob das ein Bug ist oder nur eine Falschmeldung weiß ich auch nicht. Man könnte aber auf alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der ESP auch verzichten und nach der Installation mittels Live-ISO Boot und manjaro-chroot dann den Bootloader “restoren”, dann wird der Eintrag dort sauber nachgetragen.

Danke Wollie

Was meinst du damit? Wohin wird dann Grub installiert?

… erstmal gar nicht - und dann genau dahin, ohne sie neu anzulegen

Das machst Du dann mittels booten von USB und chroot
manjaro-chroot

So bist Du sicher, daß keine neue angelegt wird sondern die vorhandene verwendet.

Danke Nachlese.

Ich will ja nicht meckern. Für Leute und Windows Umsteiger die keine Ahnung haben, kann das richtig blöd werden. Die schimpfen dann auf Linux und oder Manjaro :frowning:

Zum Glück habe ich nochmal richtig hin geschaut.

Denn laut Anleitung und wenn ich wählen kann “behalten” und den Mountpoint setze, dürfte die ESP nicht neu geschrieben werden. Es müsste einfach in die ESP installiert werden.

note
If you are re-using your EFI partition (that was created by Windows previously (or any other OS), then there is no need to format. Formatting will wipe the previous bootloader. Only mounting the EFI partition as /boot/efi is required in that case.

Muss ich mir echt überlegen, ob ich mir den “Stress” antue, nur weil Manjaro nicht wie andere Distris in ein vorhandenes EFI installieren kann. Kommt mir vor wie bei Windows mit seiner Extrawurst :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Kann es 100 pro, tut es sicher auch.
Nur ist hier eben keiner aus dem Hut absolut sicher und will Dir praktisch eine Garantie geben …
und probieren könnte ich das zwar, um es zu verifizieren, aber ich werde den Aufwand nicht treiben.

Wenn Du Bedenken hast, dann mach ein Backup und schau Dir nach der Installation das Protokoll an.
Soweit ich weiß und hier gelesen habe, gibt es keine Probleme damit bei z.B. Leuten, die irgendein Windows installiert haben.

Hab ich nicht, ich hab auch nur ein einziges Linux System auf der Platte - der Rest läuft in virtuellen Maschinen …

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Ich denke, es ist viel einfacher, als es sich anhört. Wenn ich Manjaro im Dual- oder Multiboot installiere, bekommt Manjaro immer eine 512 MB große, fat32 formatierte Partition mit Einhängepunkt: boot/efi und der Markierung: boot (nicht bios-grub), dann ist alles bestens. Wenn Du mehrere Linuxe installiert hast, ist es sehr gut, Manjaro zuletzt zu installieren, weil dort GRUB immer der neueste ist, und alle anderen (Debian, Mint, Window usw.) problemlos erkennt, was andersherum leider nicht ist.
Warum willst Du Manjaro keine EFI geben?

… er will ihm ja eine geben - er glaubt nur nicht, bzw. ist sich nicht sicher, daß die schon vorhandene dabei keinen Schaden nimmt,
daß die schon vorhandene einfach genutzt wird, statt eine extra neue anzulegen und dadurch die Inhalte der vorhandenen zu verlieren
… obwohl das eigentlich egal ist … OS-Prober wird die restlichen Systeme wiederfinden

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die vorhandenen werden gar nicht angerührt, wenn Manjaro seine eigene bekommt. Natürlich könnte man die von Windows nutzen, aber wem am Anfang Windows noch wichtig ist, der sollte die in Ruhe lassen, und tatsächlich eine neue für M. bilden. Wenn man das alles später löschen möchte, dann ist Windows so sauber wie zuvor.

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Könnte man. Kann man auch.

Ich glaube, daß das viel mehr schlecht oder gar nicht begründete Meinung als faktisch richtig ist. :man_shrugging:

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Na, da bin ich mal auf die Kommentare der Könner gespannt. Ob meine Theorie faktisch richtig ist, weiß ich nicht, aber in meiner Anfangszeit, als mir Windows noch heilig war, habe ich nach dem Entfernen von allen Linux Partitionen mit Windows gut weiter arbeiten können, zumindest erinnere ich mich, dass es nicht so gut ist, mit Linux in die EFI von Windows hineinzuschreiben und dann diese evtl. zu löschen. Windows hat noch niiiiie ein vermurkstes Booten selbstständig mit Rettungs-CD wieder reparieren können.
Kurz: ich gebe Manjaro immer eine eigene EFI und das ist bei mir sehr gut so, vor allem, weil Manjaro seit längerem mein uneingeschränktes Hauptsystem ist.

Man muss sich das ja mal so überlegen: Verschiedene Betriebssystem haben verschiedene Bootloader und verschiedene Routinen für die Verwaltung. Selbst unterschiedliche “Linuxe“ verwenden unterschiedliche Bootloader, die nicht alle 100 % miteinander zusammenarbeiten oder auch unter unterschiedliche Grub-Versionen, wie auch benutzerdefiniert gepatchte Versionen. In Zeiten von UEFI ist es definitiv ratsam für jede BS eine eigene EFI-Partition bereitzustellen, auch wenn man alle BS’ s auf eine packen könnte. Das hat nichts mit “Extrawurst” zu tun, sondern mit zunehmender Individualisierung und daraus resultierende Abgrenzung.

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Also wenn das Dich schon stresst, ist eine Arch-basierte Distro wahrscheinlich nichts für Dich, das vorgeschlagene Vorgehen ist wirklich kinderleicht und tausendmal beschrieben.

Nur Manjaro, oder auch die anderen? Und warum speziell für Manjaro? Ok, wenn man das vorher weiß. Kann ich ja mal versuchen. Bei GPT muss die Bootpartition ja m. W. nicht mehr unbedingt am Anfang der Platte liegen?

Kann ich so nicht bestätigen. Wenn os-prober aktiviert ist, hat bis jetzt jede Distri die anderen erkannt und ins Bootmenü eingebunden.

Richtig. Es soll ja eine neue erstellt werden. Nur wo, wird nicht gesagt. Und da ich die vorhandene als Mountpoint angegeben habe ist nicht klar, ob sie wirklich beibehalten wird, statt überschrieben.
Bzw. ob - wie üblich - einfach ein Eintrag in die ESP geschrieben wird.

Ok, dann mal eine dumme Frage. Die sind hoffentlich erlaubt hier, ohne angefeindet zu werden :laughing:

Ich beschäftige mich noch nicht sehr lange mit (U)EFI.

UEFI ist ja im Grunde das, was der chainloader im alten “Bios-MBR-System” war?
Und damit os-prober funktioniert muss ich, wenn nicht alle in der selben ESP liegen die /etc/grub.d/30_os-prober, bzw. grub.cfg editieren und die jeweiligen Pfade, Images, UUID… angeben? Er durchsucht ja nicht die gesamte Platte. Woher soll Grub sonst wissen wo die anderen sind, wenn jedes OS seine eigene “ESP” hat.
Und bei mehreren OS wird es auch unübersichtlich. Die jewiligen /boot dann labeln (mache ich immer) Ich habe aktuell 9 Partitionen + Swap und es werden evt. noch mehr.

Vorsorglich @all bitte keine Diskussion, dass auch 1 OS reicht, VM, Quemu etc. Ich will das halt so.

Eben. Und dann muss ich nach meinem Verständnis entweder immer über die UEFI-Firmware booten, oder grub.cfg und os-prober anpassen. Und erkennt die Firmware (efibootmgr) eigentlich die verschiedenen Bootpartitionen, ohne spezielle Anpassungen?

Lösung, bzw. Alternative wäre wohl rEFInd – wiki.archlinux.de Da muss ich mich aber erst einarbeiten.

Ich habe kein Windows. Komme seit ca. 16 J. ohne Windows aus. Allerdings habe ich noch ein Win7 auf meinem alten Laptop, und win 98 auf einem anderen alten, wo ich ganz selten mal Retro Spiele spiele. Läuft besser als in der VM.

Meinst du das? Linuxe parallel betreiben | c't | heise magazine

Ok, kann man so sehen. Aber soweit ich es überblicke, verhält sich Manjaro anders als andere OS? Ich will ja nur wissen, ob bei der Installation die angegebene ESP überschrieben wird, oder nicht.

Du hast gelesen, dass ich Stress in “ “ gesetzt habe? Und warum gleich den Leuten Kompetenzen absprechen? Den “Reflex” beobachte ich oft in Foren Und was hat das mit arch-basiert zu tun? Dass man chrooten und muss, kann in jeder Distri mal vorkommen. Vor allem in RR. Aber wenn eine Installation damit verbunden ist dass ich wahrscheinlich sowieso chrooten muss, ist das halt ungewohnt nervig

Naja, da deine ESP fat32 ist, und klein, sollte es ja kein Problem sein, ein Backup zu erstellen, und das selbst auszuprobieren :wink:

Du hast ja schon festgestellt, dass sich hier keiner auf deinen Anwendungsfall festlegen will. Immerhin sind das ja ehrliche Antworten.
Mehr wirst du eventuell nicht kriegen. Und rumm-diskutieren löst das Problem ja auch nicht :wink:

Das ist ja kein “bezahlter Support”, der liefern muss, sondern alles Freiwillige!
:footprints:

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Einen freundlichen Ton zu bewahren, halte ich für sehr erstrebenswert.
@Chill Im Grunde verstehe ich Dein Problem nicht wirklich. Im Gegensatz zu Dir bin ich noch immer ein Linux-Neuling. Ich hatte mir nicht viel Gedanken gemacht und anfänglich auf meinem Testrechner im Dualboot Manjaro installiert: Immer wenn ich Manjaro eine eigene EFI spendiert hatte, gab es keine Probleme.

Im Grunde will doch jede Distro ein eigenes EFI, manchmal heißte es dort ESP. Da verlangt Manjaro doch keine Extrawurst. Es ist viel einfacher, als wir hier diskutieren, sonst würde es bei mir nicht funktionieren, ich habe nämlich wirklich relativ wenig Ahnung. Aber es läuft gut, und das Forum hier bietet mir immer kompetent und freundliche Hilfe.

Das stimmt. Es hätte ja sein können, dass hier auch Entwickler schreiben, oder halt Leute, die viel Erfahrung mit Manjaro haben und beantworten können, was bei der Installation passiert.

Nichts gegen dich. Aber die ewige Leier “alles freiwillig” kann ich echt nicht mehr hören. Wer nicht will, muss ja nicht antworten. Dann habe ich halt Pech gehabt :wink:

Und ein Distri Forum ist ja idR dafür da, dass jemand helfen will. Ich gehöre nicht zu den Kids mit hoher Erwartungshaltung, dass alles ohne Mühe auf dem Silbertablett serviert wird. Ich recherchiere durchaus auch selbst. Manchmal frage ich auch mal “schnell” wenn ich meine, dass es jemand aus dem ff beantworten kann. Und ja, man darf sich auch mal ein bisschen Mühe sparen und auf hilfreiche Menschen hoffen.

Ich bin seit Jahrzehnten in Foren unterwegs und kenne die Sprüche, die neuen Usern wirklich immer(!) entgegengeschleudert werden :wink: Daher Chill von chillen.

Nicht böse nehmen. Vielleicht vestehst du es ja ein bisschen.

Wenn Du nur halb soviel Zeit für das Installieren gemäß den vielfältig hier geäußerten Tipps investiert hättest, wärst Du schon lange am Ziel. Wenn die Diskussion hier in dem Stil weitergeht, muss man ja fast annehmen, dass es Dir um was anderes geht. Also, jetzt einfach mal pragmatisch an die Sache rangehen und dann berichten, ob es geklappt hat. :upside_down_face:

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Nur zur Information:

Eine praktikablere Lösung für den Betrieb mehrerer Linux-Distributionen ist die Verwendung des Bootmanagers refind als primären Bootloader. Dieser lädt dann alle UEFI-Bootloader (GRUB) Ihres Systems, einschließlich derer von Windows und BSD.

Dadurch bleibt jeder GRUB-Bootloader unverändert und wird vom jeweiligen Betriebssystem verwaltet. Das bedeutet weniger Wartungsaufwand (keine umständlichen Einstellungen für einen erfolgreichen Start) und den zusätzlichen Komfort, installierte GRUB-Bootloader zu umgehen und direkt den jeweiligen Kernel-Stub zu starten.

Installieren Sie refind, um es unter Manjaro verfügbar zu machen:

sudo pacman -S refind

Verwenden Sie anschließend das refind-eigene Tool, um die refind-Bootdateien in das Verzeichnis $ESP zu installieren.

sudo refind-install

Starten Sie das System neu.

Wichtig: Diese Empfehlung setzt voraus, dass auf jeder SSD/HDD nur ein Betriebssystem installiert ist und dass jedes Betriebssystem als UEFI bootet.

The message is because you have not mounted the EFI partition at /boot/efi. EFI is not a chainloader - it is the primary loader - but does require the files to be in DOS executable with the .efi extension - it is a boot loader just like GRUB, systemd boot, rEFInd and syslinix et.al.

There is no issue in case of a manual partitioning - keeping the current EFI - but you must specify the mount point to /boot/efi and choose keep existing filesystem as this is not done automagically.

Die Meldung liegt daran, dass Sie die EFI-Partition nicht unter /boot/efi gemountet haben

EFI ist kein Chainloader – es ist der primäre Loader – erfordert aber, dass die Dateien in einer ausführbaren DOS-Datei mit der Erweiterung „.efi“ vorliegen – es ist ein Bootloader, genau wie GRUB, systemd boot, rEFInd und syslinix et.al.

Bei einer manuellen Partitionierung – bei der das aktuelle EFI beibehalten wird – gibt es kein Problem, Sie müssen jedoch den Einhängepunkt auf „/boot/efi“ angeben und vorhandenes Dateisystem beibehalten wählen, da dies nicht automatisch geschieht.