Wie und wo binde ich eine weitere interne Festplatte ein?

Als Archivplatte möchte ich eine weitere interne HDD einbinden,
für Backups und Timeshift.
Im Netz ist man nicht so einig über eine Standard-Lösung,
jedenfalls habe ich die Platte nach dem Schema in die /etc/fstab eingetragen:

UUID=xxxxxxxxxx-yyyy-zzz-aaaa-ttttttt /datastore ext4 defaults,noatime 0 2

Frage: geht das eleganter und/oder hat Manjaro
einen “ultimaten Sonderweg für den Mountpoint?”

Dies geht einfach mit dem KDE Partitionsmanager.
Dieser erzeugt den Fstab Eintrag und hängt die Platte ein.
Er legt auch den Mount Point an.

Oh mein Fürst (Staubfürst?):
Warum so kompliziert? Natürlich läuft hier alles, wie gewünscht,
nur mit bisschen Terminal-Frikkelei.
Ich suche nur noch den idealen Mount Point.

Ich versteh nicht ganz, alles läuft?

Den Mount Point findest du auf jeden Fall, indem du im Dateimanager auf die gewünschte Partition gehst und dann mal Strg+L drückst. Dann solltest du oben im Dateimanager den absoluten Pfad stehen sehen.

Da du oben “datastore” angegeben hast, denke ich es müsste da sowas stehen wie:
/run/media/USERNAME/datastore

Den idealen Mount Point gibt es nicht.
Wenn also die Platte fest verbaut ist, dann eben ein Ordner wie /data in / (root) Verzeichnis.

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Na dann ist alles klar.

Nö, eleganter ist die Platte im root einzuhängen. Also zum Bleistift: /datastore
Deine Idee bewirkt, dass sie im “Nautilus” als removable angezeigt wird
Sie ist jedoch festgeschraubt (in Gummipuffern).
Die Benutzerrechte sind noch einzustellen, sonst gehört die Platte dem Root…
Aber das habe ich schon hingekriegt.
Ob es einen Standard-Mountpoint gibt, streiten sich ganze Horden Pinguine.
EDIT-1:
laut einem LINUX-Handbuch sind die Mountpoints so gewollt:
/media für interne Datenträger
/mnt für Wechseldatenträger
jedoch benutzt Manjaro für Wechseldatenträger (z.B. USB-Stick)
/run/media/($user)/
.
Vielleicht sollte ich die interne Zusatzplatte dann als: /media/($user) einbinden.
Rechteverwaltung:
/media gehört dem Root
“($user)” gehört mir - analog zu /home/user.
EDIT-2:
Diese Lösung hat den Effekt, das diese von Manjaro zusätzlich nach:
/mnt/xxxxx eingebunden wird und als removable gekennzeichnet ist.
Daher Mountpoint so: /data/archiv
und die Benutzer z.B. als: /data/archiv/user/ anlegen.
Nun ist die interne Festplatte zwar im Nautilus unter “Andere Orte”
nicht sichtbar, deshalb habe ich ein Lesezeichen für den Ordner “archiv” angelegt
und gut ist…

Ach so, ok. Ich sagte ja, ich hab die Frage nicht ganz verstanden. Dann weißt du ja schon mehr als ich :slight_smile:

Zusammenfassung
.
Dieses in die /etc/fstab eintragen (Beispiel!):
UUID=xxxxxxxxxx-yyyy-zzz-aaaa-ttttttt /data/archiv ext4 defaults,noatime 0 2

Rechteverwaltung:
– /data/ = Benutzer “root” + Gruppe “root”
– /data/archiv/ = als Benutzer einen user mit sudo-Rechten + als Gruppe “users”
– der Gruppe “users” den vollen Zugriff auf “archiv” erlauben (ist bequem).
– die folgenden Unterordner mit den Rechten des Benutzers ausstatten
.
und im “Nautilus / Dateimanager” als Lesezeichen das Verzeichnis “archiv” anlegen.
Timeshift legt sich automatisch an die richtige Stelle, z.B. /data/archiv/timeshift,
weil es einfach nach der /dev/sdd1 (Beispiel) guckt.

Eigentlich nicht, wenn man danach geht: Filesystem Hierarchy Standard, dann ist /media für temporäre Datenträger gedacht und /mnt ist zum temporären Einhängen für den Administrator (root) da.
/run oder /var/run sind sog. Laufzeitdaten, die im Grunde von Programmen angelegt werden. Also wenn etwas durch den Datei-Manager eingehängt wird, dann landet es logischerweise da.

Im Grunde macht man nichts falsch, wenn man /data/ als Einhängepunkt nimmt.

Statt der UUID, würde ich bei externen Datenträgern eher LABEL nehmen, aber das ist eher Geschmackssache…

Ich hätte das so gemacht, damit man mit allem kompatibel ist:

LABEL=data /data       ext4 defaults,noatime,x-mount.mkdir=755 0 2
LABEL=data /media/data ext4 defaults,noatime,x-mount.mkdir=755 0 2
LABEL=data /mnt/data   ext4 defaults,noatime,x-mount.mkdir=755 0 2

Dann kann man sich das Verzeichnis aussuchen. Es muss kein fixer Einhängepunkt sein.

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Das erklärt einiges - Bücher irren sich offensichtlich gerne.

Mach ich dann mal so. Sollft.

Ich habe einen internen Datenträger…

Noch kurz erwähnt: Da ich Nautilus verwende, hänge ich auch interne Festplatten in /media ein, da diese da unter “Andere Orte” angezeigt werden. Ich mag es nicht, wenn Einhängepunkte in der Seitenleiste erscheinen. Das macht das ganze Unübersichtlich, deswegen füge ich auch noch: x-gvfs-hide zu den Optionen hinzu, wenn es woanders eingehängt ist.

Und ich mag es nicht, wenn bei Deiner Methode
dann die Option “Auswerfen” rechts daneben steht (der nach unten “Pfeil”).
(habe eine wilde Maus und klicke schon mal dort drauf, um mich anschließend zu ärgern)
==> sollte ich also noch in die /etc/fstab das x-gvfs-hide zufügen??
(mit “Laufwerke”)

Ich habe ja meine ganzen Platten unter /media gemounted. Nutze allerdings Dolphin, da schaut das ganz gut aus.
Aber mal eine Frage, unter Systemverwaltung - systemd habe ich eine Menge dev-disk-by Einträge. Ist das normal ?

Mach doch einfach. Dann wird man im Datei-Manager nicht erkennen, dass es sich um einen Einhängepunkt handelt.

Kein Ahnung :man_shrugging: Aber hier nimmt dieser diese Dateien unter: /dev/disk/ statt /dev/sdXY

| Mach doch einfach. Dann wird man im Datei-Manager nicht erkennen, dass es sich um einen
| Einhängepunkt handelt.
.
Merkwürdig: wenn ich die Platte als /media/archiv einbinde, und “x-gvfs-hide”
benutze, taucht die Platte nicht als Platte im Nautilus ein.
Beim Mountpoint /data/archiv brauche ich kein “x-gfvs-hide”.
Wenn ich die Platte im rechten Fenster nach Klick auf “Andere Orte” sehen will,
ist immer dieser Eject-Button da, den ich nicht haben will (interne Disk):


Der Button (rechts) muss weg; allerdings habe ich bisher ein Lesezeichen in der linken Spalte
benutzt und war zufrieden, obwohl mich ärgert, das die Platte selber unsichtbar bleibt.

Nach irgendeinem Update war das in Dolphin auch so. Mittlerweile wird das anders gelöst (Rechtsklick drauf - aushängen).
Bei der Systemplatte ist aushängen grau hinterlegt, bei den anderen nicht. Eigentlich ja nicht verkehrt.

Das kennst du ja bestimmt schon

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Beim Nautilus sind alle Platten, die nach Klick auf “+ Andere Orte”
als Grafik-Symbol ohne den Button erscheinen, ausgehängt und stehen NICHT in /etc/fstab.
(zum Beispiel Windows-Platten).
Ausgehängt heisst → mit Ausnahme “Rechner”. Der ist (immer) eingehängt :innocent:
weil diesen “Root” freundlicherweise beim Systemstart eingehängt hat.

Daher macht es Sinn, die interne Daten-Platte mit der /etc/fstab einzuhängen.
Möchte man wiki.archlinux.de folgen: Fstab – wiki.archlinux.de
so benutzt man beispielsweise /media/archiv als Mountpoint.
Dann erscheint die Platte “Archiv” mit dem Knopf “Aushängen” im Nautilus.
Da ich das nicht möchte, benutze ich als “options” für diese Platte:
defaults,noatime,nosuid,x-gvfs-hide
(nosuid soll mir den Ärger mit den Rechten (nein, nicht mit den Nazis) vom Leib halten).
Dann noch “Rechner” anklicken, dann /media und “archiv” als Lesezeichen links im Nautilus setzen.
Kann man lustig umbenennen, muss nicht.

Jetzt hast Du Dir also die Lösung selbst verliehen.

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