Wie Partitioniere ich am besten meine SSD ?

Hallo!
Ich will meinen älteren Rechner ( Dell Optiplex 360, 4 GB RAM ) aufrüsten und habe mir dafür eine Samsung V-Nand SSD 860 QVO besorgt und möchte wissen wie ich sie am besten partitionieren kann.

Der Rechner soll mein Hauptrechner werden mit Internet, Office. Bildbearbeitung, Videoschnitt etc.

Ich hatte folgendes vor

  1. Partition 300 GB für /
  2. Partition 500 GB für /home
  3. Partition 200 GB für /SWAP

Wäre diese mein Vorschlag. Was haltet ihr davon ?
Oder sollte ich gleich 800 GB für / und /home gemeinsam nehmen ?

Vielen Dank im vorraus.

weshalb das ? wenn du sowieso aufrüstest und die ssd einbaust besorge dir besser 8 oder 16 GB RAM und baue das ein. Mit 4 GB RAM wirst du am ende auch unter Linux nicht glücklich. 8 GB sind imho das minimum um unter linux flüssig arbeiten zu können.

Würde ich gern machen, aber beim Optiplex 360 ist bei 4 GB Schluß und für einen anderen Rechner fehlt im Moment das Geld.

Hallo Lehmeier, schön dich wieder zu lesen!

An SSD Platz sollte es jetzt bei dir absolut nicht mehr hacken .. Respekt :wink:

Die SWAP Partition sollte nur annähernd so groß sein wie dein RAM im System verbaut ist.
Also bei 8BG RAM = 8GB SWAP ; 16GB RAM = 16GB SWAP usw.

SWAP ist ja vorrangig für "Stromsparfunktionen" also alles was im RAM ist wird ins SWAP geschoben und der Rechner geht in Standby .. Läuft der Rechner wieder an, wird von SWAP in RAM verschoben = Hat nix mit komplett Herunterfahren zu tun!
Es gibt auch SWAP-files, Zram, Sram usw..

Meine frage vorweg:
Welche Platte in deinem System soll später den Bootloader (und damit die anderen Booteinträge der anderen Systeme) besitzen?

Wenn die neue SSD das machen soll, würde ich folgendes vorschlagen:
(BIOS install - msdos (aka MBR))

  1. 512MB FAT32 /boot *flag bios_grub
  2. 450GB EXT4 / *flag root
  3. 450GB EXT4 /home *flag home
  4. SWAP = RAM /SWAP *flag SWAP
  5. REST NTFS = damit auch mal Windows Daten auf die Platte schieben darf?

Könnte dann vielleicht so aussehen: (/dev/sda oder /dev/sdb oder /dev/sdc)

/dev/sda = deine neue SSD Platte unterteilt in
/dev/sda1 = /boot
/dev/sda2 = /
/dev/sda3 = /home
/dev/sda4 = [SWAP]

/dev/sda5 = lassen wir mal außen vor. kommt drauf an ob du möchtest das die NTFS Partition automatisch gemountet (über fstab) wird oder erst nach drauf klicken manuell mounten soll.

Ist ja alles nur ein grober Vorschlag .. du darfst sehr gerne nach belieben dein System aufbauen.

LG die Muh-Kuh

Wobei bei in diesem Fall eine Partition für /boot nicht notwendig ist.

Tja, wenn man eine neue Systemplatte ( Die alte HD wird ausgemustert ) nimmt dann sollte sie so groß sein das für die meisten Aufgaben ausreicht.

Ich ging auch immer davon aus das das System Daten auslagert falls mal kein Platz mehr im Speicher ist ( daher der große Swap ) . Z.B bei größeren Bild oder Videoschnittdateien.

Was die /boot angeht so sollte doch sicherlich 1 GB reichen oder wieviel empfiehlst du?

Eine ntfs- Partition brauche ich nicht. Wenn ich nochmal ein Windows installiere dann nur noch in einer Virtuellen Maschine und da würde ich ein gemeinsames Verzeichnis anlegen, so das ein Austausch möglich ist.

Was mich irritiert ist die 512 MB FAT32-Partition für den MBR.
Warum soviel Platz und dann noch in FAT32?
Wenn ich mich nicht täusche habe ich dafür noch nie Platz reserviert, oder habe ich es übersehen / vergessen?.

ahh okay, dachte immer:

/boot = BIOS
/boot/efi = UEFI

danke für die Info .. sudo wissen -Syyu :wink:

Wie oben erwähnt kann die bei BIOS install weg?!
Die 512 waren jetzt nur ne größe von mir vorgeschlagen .. kleiner geht ja immer.

In manchen Anleitungen (UEFI) steht bei /boot/efi FAT32 ca 100MB Platz reichen Dicke .. bin bis her zwei mal wegen Platzmangel voll gelaufen (kann auch sehr gerne ein Fehler meinerseits Produziert worden sein)

Hallo olli,

Ach die heutige Jugend :wink: Nur um alle armen Teufel zu beruhigen, die sich noch mit 4GB begnügen müssen: Ich habe auch nur 4GB RAM und bin sehr glücklich, linuxmäßig und auch sonst.
Auf einem alten Zweitrechner sind sogar weniger als 4GB RAM drin und da läuft Linux auch flüssig. Klar ist mehr immer besser, aber es kommt drauf an, was man macht.

viele Grüße gosia

Für / (root) sind keine 450 GB nötig. Da reichen auch 100 GB. /home entsprechend vergrößern.

100 GB erscheint mir doch etwas wenig.

Wenn ich daran denke was Anwendungen heute und in Zukunft für Größen haben, dann wird es mehr anstatt weniger.
Dazu noch die runtergeladenen und erstellten Daten und was sonst noch so dazukommt.

Wofür soll das denn gut sein? Du weißt schon wozu swap da ist, und das ein swap space der 50mal größer ist als der RAM nutzlos ist? Mal ganz abgesehen davon das ein Rechenr der auch nur wenige gigabyte swapped praktisch zum Stillstand kommt.

Bei einem laptop sollte swap ungefähr gleich RAM size sein, damit hibernation funkltioniert.

Ich würde gar keine swap partition eingerichten, sondern mit einem swapfile arbeiten. Den kann man bei Bedarf auch größer oder kleiner machen, was bei einer swap partition nicht funktioniert.

Und für / (root) braucht man maximal 100 GB. Mein Hauptrechner hat 60 GB für / und immer noch über 20 % frei.

Das und andere Gründe sprechen dafür, HOME separat zu betreiben. Bedeutet von / (root) Partition raus zu nehmen.

In /home wird so fast alles geschrieben .. von Configs, Lutris-Spiele-Bibliotheken bis zum kleinsten Download oder VM's.

Die Binär Dateien von Programmen werden irgendwo unter / (root) abgelegt.

Beispiel Aktuell bei mir auf dem Lapi:
Platz verf. / Platz frei
228GB / 194GB auf / (root)
212GB / 43GB auf /home

Kannst auch mit "gparted" ein wenig spielen wenn du Lust hast.
Lasse zwischen den Partitionen "/ (root) & /home" Leer-Platz, den du später einer der beiden Partitionen wieder zufügen kannst.

Viele Grüße olli

Hallo Olli,
ach, Videoschnitt ist ein weites Feld. Mache ich auch, aber das erschöpft sich darin, vorn, hinten und in der Mitte was rauszuschneiden oder mehr als zwei Videos zusammenzukleben :wink:
Aber das ist eine müssige Diskussion, ich denke, ir können es dabei belassen.

viele Grüße gosia

Ok, Ich habe mich nun entschlossen meine Partitionen anzulegen - allerdings macht mir swap etwas Sorgen weil ich keinen Einhängepunkt dafür habe, /swap ist nicht auswählbar.
Wie lege ich Swap nun an?
Ich habe den Bereich unter "Markierungen " als Auslagerungsspeicher gekennzeichnet, aber den Einhängepunkt sehe ich nicht - oder wird die Partition von Manjaro automatisch erkannt und eingehangen?

Diese Probleme haben sich erledigt.

Ich habe jetzt 19.02 von https://osdn.net/projects/manjaro-archive/storage/ runtergeladen und nach der Installation upgegraded. Es läuft einwandfrei.

Ein großes Dankeschön für alle die mir geholfen haben.

P.S. Ich habe jetzt folgendes angelegt :

  1. / = ca. 293 GB
  2. /boot = ca. 1 GB ( sollte reichen für die nächste Zeit )
  3. /home = ca. 567 GB
  4. /swap = ca. 72 GB ( falls ich mal einen Rechner mit 64 GB habe :slight_smile: )

Swap wird in der /etc/fstab und z.B. in top oder htop angezeigt.

Viel Spaß beim swappen :rofl:
Aber im Ernst: Schaden um die Platzverschwendung.

Die Paltte ist groß genug - da leiste ich mir mal de n Luxus. :wink:

Es is irrational und kein Luxus.

Ich schlage dir einen test vor. Versuch mal dein jetziges System zum swappen zu bringen. Bsp. parallel starten von gimp mit großen Bildern mit vielen großen Ebenen, libreoffice mit mehreren großen Dokumenten mit Bildern, darktable mit extra großen RAW files die man im internet findet, mehrer virtuelle Umgebungen mit Virtualbox, etc.

Du wirst folgendes feststellen. Ab ein paar GB swap gebrauch wird das System so langsam, das man nicht mehr sinnvoll arbeiten kann und keinen weiteren prozesse starten kann. Deshalb wirst du niemals eine usage von 72 GB swap erreichen. Das ist ausgeschlossen. Probier es aus. Kostet nichts.

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