Vergabe von Zugriffsrechten für ext4 formatierte SD Karte


#1

Hallo, ich habe mit dem KDE Partitionsmanager eine SD Karte mit dem voreingestellten Format ext4 formatiert. Leider habe ich nun keine Zugriffsrechte auf die Karte. Für Ubuntu hatte ich mir seinerzeit folgende Notiz gemacht:

sudo chown $USER /dev/mmcblk2 (Der Pfad ist bereits angepasst)

Leider scheint das unter Manjaro nicht zu funktionieren. Hat jemand einen Tipp für mich?


#2

Hallo ich versuch mal zu erklären was der Befehl macht:

sudo: führe den nachfolgenden Befehl als administrator aus
chown: change owner ändert den Besitzer der Datei
$USER: bash abkürzung für die umgebungsvariable USER, d.h. den user der shell -> dein User
/dev/mmcblk ist eine Gerätedatei des Kernels es ist eventuell nicht mal die der Partition deiner SD-Karte … ich würde dir davon abraten die deinem Nutzer zu übegeben.
Überlicherweise bindet man Dateisysteme mit mount ein.


#3

Du musst die Zugriffsrechte des Datei Systems anpassen und nicht die des Gerätes.

Erstmal das Dateisystem mounten

sudo mount /dev/mmcblk2 /mnt

Falls die Geräte Datei doch eine andere ist einfach anpassen. Gegebenenfalls ist die SD karte auch schon gemountet.

Dann die Rechte des Dateisystems ändern.

sudo chown $USER /mnt

#4

Danke, jetzt hat’s geklappt und ich kann endlich weiterarbeiten :wink: Ich musste nur mmcblk2 durch mmcblk2p1 ersetzten, da ich zuvor nachfolgende Fehlermeldung erhalten habe.

mount: /mnt: Falscher Dateisystemtyp, ungültige Optionen, der Superblock von /dev/mmcblk2 ist beschädigt, fehlende Kodierungsseite oder ein anderer Fehler.


#5

Danke für die Erklärung!


#6

Stimmt ich hatte die Partitionen vergessen. Die Nummerierung ist ähnlich wie bei Festplatten.

/dev/sda ist die Festplatte als Ganzes und /dev/sda1 ist die erste Partition auf der Festplatte. Bei SD Karten und anderen MMC Geräten ist es sehr ähnlich, nur das die Namen etwas länger sind und auch schon Zahlen enthalten können. Partitionen sind mit p1, p2 und so weiter benannt sind.


#7

Gerne.
Noch ein gut gemeinter Rat: Verwende Befehle erst nachdem du sie verstanden hast bzw. lese nach was der Befehl macht. Insbesondere bei Befehlen die du als root ausführst. Linux macht alles wenn man es richtig formuliert. Das kann auch gefährlich werden:


Der Artikel zeigt einige dieser Befehle,
mir ist z.B. noch bekannt sudo chmod 000 /* das entfernt die Lese-/Schreib und Ausführrechte aller Dateien für alle Besitzer/Gruppen/Andere Benutzer !!Achtung !! Verwende diese Befehle nicht

Es ist auch für andere Befehle ratsam zu wissen was sie tun.


#8

Ja, mit dd und falschen Laufwerksangaben habe ich so meine Erfahrungen ^^