Stabilität des Systems

Hallo zusammen,
ich bin erst einige Tage mit Manjaro unterwegs und bisher sehr zufrieden. :slightly_smiling_face:
Nun wüsste ich gerne, wie ich mein System auf Dauer stabil halten kann.
Über Backups, Systempflege etc. habe ich mich schon schlau gemacht, aber vielleicht hat hier ja noch jemand Tipps.

Da wir ja nun so gar nichts von dir wissen, können wir dir auch nicht helfen. Hexen und Zauberer wurden alle im Mittelalter verbrannt.
Schau mal hier

Ich würde sagen gefühlt enstehen die meisten Probleme beim installieren der Updates.
Aber wenn du ein paar grundsätzliche Dinge beachtest wird du immer ganz gut durch die Tür kommen.

Nicht gleich Updaten, besser ein paar Tage warten, dann sind manche Probleme schon geklärt.
Nur Updaten wenn du genug Zeit dafür hast.
Vor dem Update die Ankündigung zum Update lesen.
Nicht mit den grafischen Tools Updaten, besser immer TTY benutzen.
Nicht automatisch Updaten via cron, systemd timer, autostart :grinning:
Vor dem Update schauen was für Pakete kommen, also wie kritisch das Upate ist, z.B. Systemd, Kernel, Desktopumgebung, system libs, Grafikkarte.
Vor dem Update min. einen Snapshot vom System ziehen. Bei kritischen Updates eine Vollsicherung machen.
Nach dem Update Pacman log anschauen ob da Warnungen ausgegeben wurden.

*** Kleine Ergänzung (danke an @firefightux und @gosia )

Für die Notfallbewätigung sollte man stehts ein funktionierendes Live-System auf einen USB-Stick zur Hand haben.
Außerdem sollte man min. zwei Kernel installiert haben, falls ein Kernel Probleme macht, z. B. nicht mehr bootet. LTS bietet sich da an.
Bei der Verwendung von pacman/pamac können pacnew/pacsave Dateien entstehen, da beide Tools Konfigurationsänderungen nicht automatisch handhaben. Zum Vergleichen eignen sich zum Beispiel meld oder kompare. Siehe hier

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Also ich bin schon ein paar Jahre bei Manjaro KDE Stable mit mehreren alten Rechnern. Alle laufen produktiv, und stabil. Ich habe allen eine SSD gegönnt und seitdem rennen alle. Und immer topaktuell.

hier mein ältester Rechner:

System:    Host: Laptop Kernel: 5.0.1-1-MANJARO x86_64 bits: 64 Desktop: KDE Plasma 5.15.2 Distro: Manjaro Linux 
Machine:   Type: Laptop System: LENOVO product: 766511G v: ThinkPad T61 serial: <filter> 
           Mobo: LENOVO model: 766511G serial: <filter> BIOS: LENOVO v: 7LETC1WW (2.21 ) date: 07/01/2008 
Battery:   ID-1: BAT0 charge: 67.4 Wh condition: 70.9/71.3 Wh (99%) 
CPU:       Topology: Dual Core model: Intel Core2 Duo T7100 bits: 64 type: MCP L2 cache: 2048 KiB 
           Speed: 798 MHz min/max: 800/1801 MHz Core speeds (MHz): 1: 845 2: 902 
Graphics:  Device-1: NVIDIA G86M [Quadro NVS 140M] driver: nvidia v: 340.107 
           Display: x11 server: X.Org 1.20.4 driver: nvidia resolution: 1440x900~60Hz 
           OpenGL: renderer: Quadro NVS 140M/PCIe/SSE2 v: 3.3.0 NVIDIA 340.107 
Audio:     Device-1: Intel 82801H HD Audio driver: snd_hda_intel 
           Sound Server: ALSA v: k5.0.1-1-MANJARO 
Network:   Device-1: Intel 82566MM Gigabit Network driver: e1000e 
           IF: enp0s25 state: down mac: <filter> 
           Device-2: Intel PRO/Wireless 4965 AG or AGN [Kedron] Network driver: iwl4965 
           IF: wls3 state: up mac: <filter> 
Drives:    Local Storage: total: 223.57 GiB used: 11.96 GiB (5.3%) 
           ID-1: /dev/sda vendor: SanDisk model: SDSSDHII240G size: 223.57 GiB 
Partition: ID-1: / size: 211.70 GiB used: 11.96 GiB (5.6%) fs: ext4 dev: /dev/sda1 
           ID-2: swap-1 size: 8.36 GiB used: 0 KiB (0.0%) fs: swap dev: /dev/sda2 
Sensors:   System Temperatures: cpu: 46.0 C mobo: 43.0 C gpu: nvidia temp: 58 C 
           Fan Speeds (RPM): fan-1: 0 
Info:      Processes: 170 Uptime: 6m Memory: 3.79 GiB used: 1.62 GiB (42.8%) Shell: bash inxi: 3.0.32 

Ich kann Manjaro nur empfehlen … :+1::ok_hand:
Gruß
caho

Erst einmal danke ich euch für die Antworten und entschuldige mich, falls ich mich momentan noch etwas blöd anstelle.
Habe einige Zeit Xubuntu genutzt (läuft auf meinem Hauptrechner immer noch), aber beschäftige mich schon länger mit einem Wechsel zu Manjaro, weil ich gerne ein System ohne PPAs betreiben möchte und mich mit Snaps/Flatpak nicht recht anfreunden kann. Zudem habe ich gesehen, dass die von mir benötigen Programme alle in den Manjaro-Repos sind.
Letzte Woche habe ich mich entschlossen, Manjaro auf meinem alten Test-Laptop zu installieren und bin bisher gut zurecht gekommen.
Ich frage mich nur, ob ich ein Rolling-Release als Hauptsystem zum Arbeiten dauerhaft nutzen kann, da ich schon öfter gehört habe, dass es mit der Stabilität hakt, deswegen meine Frage oben.

Hier noch die Ausgabe von inxi -Fxxxz:

System:
  Host: manjaro-pc Kernel: 4.19.28-1-MANJARO x86_64 bits: 64 compiler: gcc 
  v: 8.2.1 Desktop: Xfce 4.13.2git-UNKNOWN tk: Gtk 3.24.3 info: xfce4-panel 
  wm: xfwm4 dm: LightDM 1.28.0 Distro: Manjaro Linux 
Machine:
  Type: Laptop System: ASUSTeK product: K55VD v: 1.0 serial: <filter> 
  Mobo: ASUSTeK model: K55VD v: 1.0 serial: <filter> 
  UEFI: American Megatrends v: K55VD.406 date: 11/09/2012 
Battery:
  ID-1: BAT0 charge: 50.8 Wh condition: 50.8/51.7 Wh (98%) volts: 12.2/10.8 
  model: ASUSTeK K55--47 type: Li-ion serial: <filter> status: Full 
CPU:
  Topology: Dual Core model: Intel Core i3-3110M bits: 64 type: MT MCP 
  arch: Ivy Bridge rev: 9 L2 cache: 3072 KiB 
  flags: lm nx pae sse sse2 sse3 sse4_1 sse4_2 ssse3 vmx bogomips: 19167 
  Speed: 1198 MHz min/max: 1200/2400 MHz Core speeds (MHz): 1: 1197 2: 1197 
  3: 1199 4: 1197 
Graphics:
  Device-1: Intel 3rd Gen Core processor Graphics vendor: ASUSTeK 
  driver: i915 v: kernel bus ID: 00:02.0 chip ID: 8086:0166 
  Device-2: NVIDIA GF119M [GeForce 610M] driver: N/A bus ID: 01:00.0 
  chip ID: 10de:1058 
  Display: x11 server: X.Org 1.20.4 driver: intel resolution: 1366x768~60Hz 
  OpenGL: renderer: Mesa DRI Intel Ivybridge Mobile v: 4.2 Mesa 18.3.4 
  compat-v: 3.0 direct render: Yes 
Audio:
  Device-1: Intel 7 Series/C216 Family High Definition Audio vendor: ASUSTeK 
  driver: snd_hda_intel v: kernel bus ID: 00:1b.0 chip ID: 8086:1e20 
  Sound Server: ALSA v: k4.19.28-1-MANJARO 
Network:
  Device-1: Qualcomm Atheros AR9485 Wireless Network Adapter vendor: Lite-On 
  driver: ath9k v: kernel port: f040 bus ID: 03:00.0 chip ID: 168c:0032 
  IF: wlp3s0 state: up mac: <filter> 
  Device-2: Realtek RTL8111/8168/8411 PCI Express Gigabit Ethernet 
  vendor: ASUSTeK driver: r8168 v: 8.045.08-NAPI port: d000 bus ID: 04:00.2 
  chip ID: 10ec:8168 
  IF: enp4s0f2 state: down mac: <filter> 
Drives:
  Local Storage: total: 465.76 GiB used: 151.64 GiB (32.6%) 
  ID-1: /dev/sda vendor: Western Digital model: WD5000LPVT-80G33T2 
  size: 465.76 GiB speed: 3.0 Gb/s rotation: 5400 rpm serial: <filter> 
  rev: 1A01 scheme: GPT 
Partition:
  ID-1: / size: 449.06 GiB used: 151.63 GiB (33.8%) fs: ext4 dev: /dev/sda2 
  ID-2: swap-1 size: 8.23 GiB used: 13.2 MiB (0.2%) fs: swap dev: /dev/sda3 
Sensors:
  System Temperatures: cpu: 52.0 C mobo: N/A 
  Fan Speeds (RPM): cpu: 2300 
Info:
  Processes: 177 Uptime: 3h 50m Memory: 3.74 GiB used: 1.34 GiB (35.7%) 
  Init: systemd v: 241 Compilers: gcc: 8.2.1 Shell: bash v: 5.0.0 
  running in: xfce4-terminal inxi: 3.0.32

Du musst ja nicht immer am Tag vor einer wichtigen Präsentation oder einem Abgabetermin mitrollen :slight_smile:
Schau dass Du deine Backroutine sauber aufgesetzt hast (BTRFS Snapshots oder Timeshift) so dass Du im Fall der Fälle schnell wieder am laufen bist, und habe Spass mit Manjaro.
Bei mir ist Manjaro Testing mein Hauptsystem.

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Ja, Timeshift werde ich auf jeden Fall benutzen. :slightly_smiling_face:

Habe ich auf jeden Fall! :grinning: Ich war und bin total überrascht, wie einfach, schnell und schmerzlos alles funktioniert.

Dann werde ich mir auf Stable wohl nicht zu viele Gedanken machen müssen, wenn es sogar möglich ist, Testing als Hauptsystem zu nutzen.

Das Meiste bezüglich Updates und Backups wurde von @nrde und @TomZ ja schon genannt. Ich würde noch empfehlen einen USB-Stick als Live-System bereit liegen zu haben und sich vielleicht auch mal mit Rettungsmöglichkeiten ( z.B. chroot Can't login - black screen & chroot guide) auseinandersetzen.

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Nicht umsonst gibt es für solche Anforderungen die Xfce Flasgship Edition.
Für Xfce gibt weniger Updates im Jahr, die Entwicklung schreitet etwas langsamer als bei den anderen DEs vorran, daraus ergeben sich natürlich Vorteile bei der Stabilität für den Endanwender.

Sollte mal eine Anwendung nicht mehr funktionieren, gibt es die Möglichkeit eines Downgrades auf eine ältere Version. Sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein oder die Anwendung trotz Downgrade in der aktuellen Umgebung nicht mehr funktionieren, so besteht in vielen Fällen noch die Möglichkeit der Installation via Snap oder Flakpak.

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Dazu habe ich leider keine Geduld.

Genauso halte ich es auch und bin bis jetzt super mit gefahren.:grinning:

Hallo keksle,
wurde ja schon angedeutet, nicht gleich auf jeden neuen Kernel aufspringen, oder zumindest einen zweiten, möglichst LTS-Kernel, in der Hinterhand haben. Kann man ja machen, zwei Kernel installieren, die Du dann mit Grub auswählst. Hat schon so manchem das Hinterteil gerettet :wink:
Außerdem: Nach dem Update die /var/log/pacman.log ansehen (lässt sich ja mit grep automatisieren). Stehen manchmal Sachen drin, wie z.B.
warning: /etc/mke2fs.conf installed as /etc/mke2fs.conf.pacnew
Da empfielt es sich dann, beide Dateien zu vergleichen und nachsehen, ob man die Änderungen von mke2fs.conf.pacnew in mke2fs.conf zumindest teilweise übernimmt oder nicht. Lässt sich leider kein Universalrezept angeben.

viele Grüße gosia

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Hallo gosia,
danke für die Tipps. :slightly_smiling_face:
Ich hatte noch gar nicht darüber nachgedacht, einen zweiten Kernel zu installieren. Neben dem 4.19 habe ich nun den 4.14 installiert.

Von pacnew habe ich schon gehört. Woher wüsste ich denn, was ich ändern muss?

liebe Grüße
keksle

Das kann man vorher nicht wissen. Das kommt auf die konkrete Konfigurationsdatei an. Es gibt nur zwei einfache Regel die du beachten musst.

  • Ersetzte niemals blind die alte Konfigurationsdatei mit der neuen pacnew Konfigurationsdatei, das kann sehr schnell zu einem nicht mehr startenden System führen.
  • Ignoriere niemals eine neue pacnew Konfigurationsdatei, das kann auf dauer zu einem nicht mehr startenden System führen.

Wenn du nicht viele Optionen in /etc änderst kommt das zum Glück nicht so oft vor. Es ist wichtig das du dir den unterschied der beiden Dateien anschaust und dann entscheidest was zu machen ist. Es kann durchaus sein das alle neuen Änderungen für dich unwichtig sind und du nichts machen musst. Das kann man aber erst wissen wenn man sich den Unterschied angesehen hat.

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