Offline-Installation, GUI-Installation // "Mount/Unmount Images"

Sehr geehrte Mituser von Manjaro!

Zuerst sei angemerkt, dass ich Manjaro neben Linux Mint für eines der gelungensten Live-Betriebssystemen halte.
Neben seiner Schlankheit sticht es durch seine Eleganz hervor, die Bedienbarkeit ist sehr gut und viele wichtige Funktonen sind in übersichtlicher Form vorhanden.

Jedoch möchte ich auf eines hinweisen, ein Problem, das Manjaro mit seinen Schwestern-Betriebssystemen teilt:

Die OFFLINE(!!!)-Installation von Softwarepaketen ist leider nicht so ohne Weiteres möglich.

Ich bin kein Freund von "sudo apt-get install ..."-Befehlen, vielmehr möchte ich die Installation, ohne irgendein RJ45-Cat6/7-Kabel anschließen zu müssen, durchführen können.
Das Software-Center erinnert ein wenig an den Google-PlayStore auf Android.

Ich würde gern, wie in gewohnter Windows-Manier, auf eine Datei (in den meisten Fällen "setup.exe" oder "install.exe") klicken und im GUI-Design die Installation vornehmen.

Im Linux ist dies eher die Ausnahme als die Regel.
Kein Problem!

Ich nehme alles in die Hand, wenn es der guten Sache dient.

Ich lade die tar.bz2 oder tar.xz von der entsprechenden Webseite herunter und versuche (!) das Paket zu installieren.

Normalerweise lautet die Abfolge so:
./configure
make
make install

Leider gibt es Pakete, die die Installation von cmake erfordern. flex oder bison sollen manchmal vorab installiert werden, um eine erfolgreiche Kompilierung vornehmen zu können.

Warum gibt es keine Manjaro-Version, die alle möglichen Compiler, die das gesamte WWW anzubieten hat, vorab installiert hat? gcc reicht hierfür nicht immer aus.
Da cmake nach gcc häufiger erforderlich ist, wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, auch das cmake-Programm im Manjaro-Gesamtpaket mitzuliefern.

Weiteres:
Ich bin von Manjaro Ascella 0.8.12 einiges gewohnt und fand es sehr gemütlich.
Als ich Manjaro 18.1.5 probierte, stellte ich fest, dass die Option "Mount/Unmount Image" fehlt.

Diese hängt von den Paketen fuseiso, open-fuse-iso, open-fuse-term ab.
Auf Ascella 0.8.12 war diese vorhanden, spätestens ab der Version 17.0 wurde sie abgeschafft.

Warum?

Das Einbinden von ISO-Dateien halte ich für eine der wichtigsten Optionen in Linux. Auf den Befehl ("mount /... /...") möchte ich nicht wirklich zurückgreifen, da diese manchmal nicht wie gewünscht funktionieren.

Würde die Mituserschaft die obigen Ansichten teilen?
Über ein Feedback wäre ich sehr dankbar!!!

Mit den besten Grüßen

Doch ist sehr einfach möglich vorraussgesetzt es ist ein Arch-Paket.

sudo pacman -U <Pfad zum Paket>

apt ist ein Debian Paketmanager apt-get wird wenn ich mich nicht irre nicht mehr verwendet sondern apt

Dann solltest du dir überlegen in wie weit eine Rolling-Release Distribution etwas für dich ist. Es ist nicht unmöglich sowas durchzuführen, aber man landet sehr schnell ansonsten in einem Partiellen Update wenn nicht immer ALLE Pakete des Systems auf aktuellem Stand sind wenn etwas neu installiert wird. Die komfortableste Methode für sowas ist daher über das Internet.

Optisches Aussehen ist Geschmackssache. Ich finde Pamac sehr übersichtlich und aufgeräumt. gnome-software erinnert mich mehr an den PlayStore.

Wie du schon festgestellt hast läuft das in der Regel hier nicht so und das ist auch gut so. Wegen Abhängigkeiten von Paketen, Partiellen Updates, eine zuverlässige Quelle an Paketen, die Pakete werden auf Fehler und Signatur (Das das Paket auch wirklich von den Leuten gepackt wurde die behaupten es gepackt zu haben) geprüft, ....

Siehst du das ist der erste Fehler. Zuerst in den Repos nachschauen, dann eventuell im AUR (wobei man hier auch den PKGBUILD prüfen sollte) erst dann kommen Fremdpakete.

Du übersetzt hier anscheinend eher Quellcode und installierst ihn nach Vorgaben das ist nicht der beste Weg (nicht Berücksichtigung der Filesystemhierachie, Übersichtlichkeit, Deinstallation, Abhängigkeiten usw. )

Das wäre alles andere als schlank und die meisten Nutzer müssen nicht einmal Quellcode übersetzen da sie die Repos verwenden. Außerdem sind die sehr leicht nachinstallierbar.

Da kann ich nicht wirklich mitreden da ich die Funktion noch nie gesehen hab. Ich hab i.d.R. kein Problem mit isos. Ich weiß allerdings nicht zu was du die so häufig brauchst.

Letzendlich gehen verschiedene Punkte sehr nah an Sachen die in Manjaro grundlegend anders vorgesehen sind als du dir das vorstellst (z.B. Paketinstallation). Daher möchte ich mal an folgende Forum-Regel erinnern:
https://wiki.manjaro.org/index.php?title=Forum_Rules#Ineffective_Discussion_.28BIKESHED.29

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Warum nicht auch gleich alle Bibliotheken, die das gesamte WWW anzubieten hat, vorinstallieren. Nur die Kompiler sind doch ziemlich nutzlos ohne die Abhängigkeiten vom zu bauenden Programm. :japanese_goblin:

Das ist bei allen modernen Linux Distributionen ist das der komplett falsche Weg Programme zu installieren. Du musst wirklich deine an trainierten Windows-Gewohnheiten ablegen. Als erstes immer die vorhanden binären Repository Pakete installieren. Gerade bei einer Rolling Distributionen ist das recht wichtig. Von einem manuellen kompilieren solltest du Abstand nehmen.

Manjaro stammt nicht von Debian ab. Also keine Angst, ein apt-get install wird es nicht geben. Und du kannst WLan verwenden. Kein unnötiges hantieren mit Kabeln mehr. Willkommen in der Zukunft.

Warum uralt Software verwenden wenn die großen Dateimanager (Thunar, Nautilus, Dolphin, ... ) das von Haus aus können. Dafür ist nun wirklich keine extra Software mehr nötig.

Nein überhaupt nicht. Du solltest dir auch wirklich überlegen ob eine Rolling Distribution der richtig Weg für dich ist. Nach dem was du geschrieben hast wirst du mit einer traditionellen Distribution (Ubuntu, Mint, Centos, ... ) wahrscheinlich glücklicher.

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Hallo manjaro_ideas,
zuerst mal herzlich willkommen im Manjaro-Forum.
Dann danke an @firefightux, muss ich nicht mehr so viel schreiben, wie ich wollte.

Na, mit
sudo apt-get install
kommst Du bei Manjaro eh nicht weit :wink: Und das mit dem "ohne Kabel", frühestens vorher musst Du doch sowieso eine Verbindung herstellen, mit oder ohne Kabel, da die Pakete ja nicht vom Himmel fallen. Und die Zeiten, daß man sich seine Software aus dem nächsten Buchladen holte, sind wohl fast vorbei.

Du möchtest offenbar so manches nicht.
mount -o loop /pfad_zum_image/image.iso /mnt/disk
hat bei mir eigentlich immer funktioniert, wenn ich es denn mal gebraucht habe...

Nein, ganz und gar nicht, also zumindest ich nicht.

viele Grüße gosia

PS.

Da muss manjaro_ideas aber auch ab und zu apt-get install machen :wink:
Das richtige Glücksgefühl stellt sich für ihn wohl erst bei Linux from Scratch ein, natürlich nur ohne Kabel und mit WiFI :wink:

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Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. :smiley:

mark-it-closed-sgs please :slight_smile:

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Bei Windows lade ich eine Datei herunter, doppelklicke sie und nach einigen Sekunden ist alles getan.

Bei Linux lade ich den Sourcecode herunter, versuche zu kompilieren und zu installieren, da gibt es leider einige Probleme.

Es gibt zwar Repos, aber leider zu viele. Zu jeder Linux-Distribution gibt es Repos.
Es ist gut, nur eine Installationsdatei (Sourcecode) herunterzuladen, die auf allen (aktuellen) Linux-Distributionen installierbar ist.

Sorry für meinen kleinen Fehler (sudo apt-get install ...). Ich habe in der letzten Zeit einiges ausprobiert:
Manjaro, Knoppix, Ubuntu, Mint, Fedora, openSUSE, Debian ...

Mit den besten Grüßen

Weil das auch der komplett falsche Weg ist.

Genau und in jedem sind die gleichen Programme drin. Natürlich von Distribution zu Distribution in unterschiedlichen Versionen und auch nicht immer den genau gleichen Namen. Aber im Grunde das selbe.

Sowas heißt unter Linux Snaps, Flatpak oder AppImages. Ein Archive mit Text Dateien( Sourcecode) ist keine Installationsdatei.

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Danke für die Antwort!

Warum sollte eine eigenständige Kompilierung anhand des Quellcodes der falsche Weg sein?
Hiermit erhält man einen Einblick in die Funktionsweise eines Programms und man kann es installieren.

Ich denke, dieser Weg sollte nicht unnötig verbaut werden.

OS-Anbieter sowie Software-Hersteller könnten aufeinander zugehen und im jeweiligen Paket die entsprechenden Bibliotheken vorab mitliefern.

Meine Vision:
Manjaro liefert einige kleine Bibliotheken mit (wenn die ISO um 100 MB anwächst, so ist dies für mich kein Problem).
Ein Programm wie GIMP liefert einige Bibliotheken mit, sodass die Kompilierung und Installation problemlos erfolgt.

Mit den besten Grüßen

Dabei erhält man doch keinen Einblick in die Funktionsweise eines Programms. Dazu müsste man sich schon genau den SourceCode ansehen. Und das hat nichts mit der Installationen zu tun.

Der Weg ist nicht verbaut. Es erfordert nur relativ viel Wissen und Zeit. Und ist genau die Aufgabe einer Distribution. Programme zu kompilieren und einfach über ein zentrales Repository anzubieten. Damit ein Anwender die Software direkt verwenden kann ohne unnötig Zeit zu verschwenden. Sozusagen auf installieren klicken und "nach einigen Sekunden ist alles getan".

Du musst dich wirklich von deinen Microsoft Windows befreien. Bei einer Linux Distribution gibt es keinen Unterschied zwischen OS und Software. Das ist doch genau der Punkt bei einer Distribution. Eine Sammlung von Programmen die Betriebssystem Komponenten und Anwenderprogramme umfasst.

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Auch wenn sich ein paar Punkte mit @xabbu überschneiden und alles andere was @xabbu geschrieben hat auch zutrifft geb ich auch nochmal meinen Senf dazu:

Im Fall von Manjaro: weil es passend auf die Bibliotheken vorübersetzte Programme gibt. Klar muss man dazu den jeweiligen Maintainern vertrauen. Zudem erleichtern Paketmanager die Verwaltung von Bibliotheken, Programmen usw. um einiges. Es spart außerdem immens Zeit und ist einfacher für die meisten Nutzer (in Windows hast du dir doch auch nicht alle Programme selbst übersetzt). Das Kompilieren eines Internet-Browsers kann selbst auf einem sehr leistungsfähigem System Stunden dauern.

Wird er auch nicht. Die Anfoderungen an den Nutzer damit das System sauber läuft sind da halt höher (ja der Prozess ist nicht einfach anklicken man muss was dafür tun das ist ja mit einer der Gründe warum vorübersetzt wird). Generell kannst du auch für Manjaro deine eigenen Pakete erstellen, falls du willst der Weg ist dokumentiert: https://wiki.manjaro.org/index.php?title=Create_Manjaro_Packages

Und welche Bibliotheken sollen das alles sein? Beim Kompilieren kann es immer zu Problemen kommen. Ansonsten könnte man viel leichter automatisiert Pakete erstellen.
Das was du beschreibst, ist fundamental anders als das was Manjaro und sogar Archlinux sind.
Am nächsten kommt dem wohl noch gentoo:
https://gentoo.de/
Aber: Da muss dann alles selbst kompiliert und manuell eingerichtet werden inkl. Kernel, Treiber. Vorbereitete GUIs usw. gibts da dann auch nicht. Der Nutzer ist für alles verantwortlich.

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Beispiel:

GIMP bringt eine tar.xz // tar.bz2 heraus, diese lade ich herunter.
Packe diese auf Manjaro drauf, entpacke es.

Mache dann:
./configure
make
make install

Fertig!
(Und das funktioniert auf Gentoo, Ubuntu, Mint, Manjaro, Arch, Debian, Fedora etc.)
Auch wenn es ein paar Stunden dauert. Das genügt mir.

Diesen Weg kann man noch als GUI machen. Sieht angenehm aus.

Meine Vision:
Es gibt eine Blu-Ray voller Programme. Alles voll gepackt!
Ich bastele mir ein eigenes Live-System, so wie es mir beliebt.

Ich schiebe Debian rein, installiere es. Dann schiebe ich diese Programm-Blu-Ray rein und wähle aus, welche Programme ich installiert haben möchte. Nach einiger Zeit ist dann alles drauf.
Dann kann ich vielleicht noch eine ISO erstellen mit genau den Funktionalitäten, die ich haben möchte.

Was das betrifft, so mag ich die Knoppix-DVD. Leider ist das Design nicht so wie im Manjaro-xfce oder im Mint-Cinnamon.
An manchen Stellen ist es etwas unübersichtlich, wo etwas mehr GUI die ganze Sache verschönern könnte.

Vielen lieben Dank für das bisherige Feedback!
Es kann gern noch etwas weiter gehen! :slightly_smiling_face:

Mit den besten Grüßen

Da bin ich mir im Moment nicht so sicher. :smiley:

Wenn er so viel Zeit hat warum packt er sich nicht selbst alles auf eine BR und spielt damit rum?

Das würde uns auch diese "Diskussion" ersparen zumal er auch nicht auf Einwände eingeht sondern nur sein "Ding" sieht.

Hallo manjaro_ideas,

hübsche Vision :wink: Und wenn z.B. linux-api-headers von Version 5.3.1-1 zu 5.3.1-2 wechselt oder Firefox von Version 71 zu 72, oder ... problemlos ergänzbar um weitere 100 Pakete... wird die ganze Blue-Ray neu gebrannt?
Erinnert mich wirklich an die alten Zeiten, als ich jedes halbe Jahr einen neuen Karton mit Silberscheiben in der Buchhandlung meines Vertrauens kaufen musste, um SuSE von Version 5 auf Version 6 heben zu können. Hatte nur den Vorteil, war tatsächlich völlig RJ45-Cat6/7-Kabel-frei, nur meine Maus hatte eins.

Also doch noch
http://www.linuxfromscratch.org/
neben Gentoo natürlich

viele Grüße gosia

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Vielen Dank für die Antwort!

Die Blu-Ray kann bleiben.
Wenn von SUSE 5 auf SUSE 6 umgestellt wird, schiebe ich den Silberrohling rein und installiere die Programme.

Alle Programme auf der Silberscheibe, die auf Version 5 funktioniert haben, werden auf Version 6 weiterhin auch funktionieren.
Abwärtskompatibilität.

Wenn nötig, kann ich vereinzelt, Software-Tarballs herunterladen, die neu hinzukommen oder gerade im Trend sind.
Aber im Grunde sollte eine Installation oder ein Betrieb mit zusätzlichen Programmen auch offline gehen können.

Natürlich ist es immer noch besser, man kann sich sein eigenes Linux basteln, wie man es gern hätte.
openSUSE soll hierfür gute Sachen liefern können.

Wenn eine kleine Bibliothek eine neue Version bekommt, muss man es nicht sofort herunterladen und installieren.

Aber:
Ich denke, jede Distribution sollte so beschaffen sein, dass die wichtigsten Softwares auf dieser Distribution kompilierbar und installierbar sind.
Und die Software-Hersteller sollten sich das Ziel setzen, Tarballs anzubieten, die auf allen aktuellen Distributionen (mir wäre es lieber "aktuell + die letzten 5 Jahre") kompilierbar und installierbar sind.

Wäre es nicht sinnvoll?

Mit den besten Grüßen

Hi, @manjaro_ideas, and welcome to the Manjaro forum!

I see this is your first post, and considering your user name I assume that you created the user in order to discuss your ideas about how Manjaro could improve.

I think that is commendable, and I feel like contributing to the discussion, but alas, I don't speak German, so I guess it's your turn to use Google Translate :slight_smile:

If I read you right your main concern is that you would like to install software by building it manually, rather than download it from the Manjaro repository - and that you would like all the tools necessary to do this pre-installed?

I think your comparison to Windows maybe introduces a conceptual problem? In Windows, like you say, you can download a file, double-click it and install. Easy peasy.

With Linux it's not as easy because the different Linux distros are different from each other - a given software is usually not a self-contained package; it is dependent on all sorts of things, such as libraries, compilers and interpreters - and these things are not similar from distro to distro.

So, basically the Linux world is not really comparable to the Windows world; Windows is (more or less) Windows, but Linux is not Linux.

I do agree with you that it would be good if everything could work on all distros, but it's complicated, and therefore maybe a little utopian?.

Some software do work like this though, and it is a bit of a breath of fresh air, I must admit. Like Android Studio, that you can just download, unpack and run, no installation necessary. It's quite nifty, I think.

I'm sorry for the long answer, but I would like to propose that the way Manjaro does things works quite well considering that it is a separate distro, different from other distros: It provides a fairly easy way to install some software, so that most users can get to do most of the things they want to do reasonably painless.

The beauty of Linux is that you can try a distro, and find if it suits you or not, and if it doesn't then you can try another distro. You can't do everything and install anything in any distro, but you can get most things done in most of them.

Leaving Windows for Linux is a little bit like taking the red pill :grin: - not everything is perfect, but at least you're free!

If you play along with Manjaro I'm sure you'll find it to be a wonderful distro, but if your desire to do things manually and be in full control is tearing you away, then - like others have suggested - Gentoo might be a brighter red for you :slight_smile:

If I have misunderstood you, I am very sorry, and would very much like to hear your views on how your ideas could be accomplished?

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