Manjaro tatsächlich stabil u. für Einsteiger geeignet?


#27

Na gut, letztendlich ist man auch mit einer encrypted Partition nicht völlig sicher vor Spy-Angriffen und Keyloggern, zumal aus dem Netz - vielleicht noch weniger als bei Windows plus aufwändigem Anitmalware-Waffenarsenal - verschlüsselt sind die Daten ja nicht mehr, sobald man sich angemeldet hat und die Partition eingehängt ist. Es geht mir vor allem darum, ein besseres Gefühl zu haben, wenn bspw. jemand anderes allein in meiner Wohnung ist, der Rechner gestohlen wurde oder ich mir beim Händler eine neue Grafikkarte einbauen lasse. Meine Daten habe ich natürlich auch als Backup auf externen Festplatten, die sinnigerweise dann auch noch verschlüsselt werden sollten (mit LUKS?): Doch darum kümmere ich mich, wenn Manjaro steht und ich die ersten Schritte unternommen habe, heißt, mich einigermaßen in der mir noch recht fremden Linuxwelt zurechtfinde.


#28

Dann reicht in meinen Augen eine verschlüsselte Datenpartition vollkommen aus - ich mach’s genauso seit Jahren aus den genannten Gründen.


#29

Darf ich noch einen Plan vorschlagen? Linux auf eine neue Festplatte/SSD installieren und die alte rausnehmen und für den Fall der Fälle, dass du doch mal Windows brauchen solltest, irgendwo sicher lagern.
Dus kannst Linux auch einen entsprechend großen USB-Stick oder externe Festplatte installieren, ein USB3.0-Anschluss wäre dann von Vorteil.


#30

Ich habe mal ein wenig gestöbert. Die Aussage von Kofler bezieht sich wahrscheinlich auf seine Erfahrungen die er hier auswertet.


#31

Help!

Entschuldigt, dass ich mich erst jetzt zurückmelde, ich hatte viel zu tun.

Ich schreibe hier aus dem Manjaro-Live-System.

Installation fehlgeschlagen, bin ziemlich ratlos. Habe schon gesehen, dass einige der Probleme hier bereits behandelt wurden und aktuell Thema sind. Bevor ich mich aber daran mache, das halbwegs zu verstehen, hier ein Bericht - vielleicht gibt es ja eine einzige einfache Lösung:

  1. Die Firmware-Einstellung “other OS” führte beim Start der Installation zu unzähligen Fehlermeldungen dieser Art: “FAILED to start Login Service”. Mit der Einstellung “Windows-Uefi” (gleichfalls ohne secure boot) ging es dann zunächst ohne Fehlermeldungen, so dass ich partitionieren konnte (Uefi und GPT werden angezeigt) - from scratch. Deshalb ist nun auch Windows futsch.

  2. Booten ist übrigens nur möglich mit DVD. Wenn ich per USB-Stick starte, dann meldet sich GRUB mit “unknow filesystem” und fordert mich zu einem GRUB rescue auf. Der bootfähige Stick ist mit FAT32 formatiert - unbekannt?

  3. In den Grub-Settings hat mich folgender Hinweis verunsichert: “No EFI Files detected”. Klingt nicht so gut.

  4. Die Installation brach nach der Partitionierung ab: “boost.Python-Fehler” in Job bootloader (s. anderes posting hier). Verstehe nicht, was das bedeutet …

  5. Erneute Installationsversuche (Neu-Partitionierung wie gewollt bereits vorhanden) brechen zwischendurch ab, indem sich das Fenster einfach schließt. Ich denke dann, okay, jetzt hat er’s wohl, bin aber immer noch im Live-System. Neustart ins Leere (kein OS).

  6. Bei Manjaro-Update-Aktualisierung reihenweise Warnungen, Fehler, Abbrüche …

Oje. Wenn keine relativ einfache Lösung möglich, versuche ich es mal mit Mint.

eric


#32

Welche Version und Edition von Manjaro nutzt du denn?


#33

Version: 17.0.1 XFCE stable


#34

Also, das Chaos hat sich ein wenig gelichtet. Inzwischen konnte ich Calamares auch mit der Einstellung “other OS” und AHCI problemlos starten und - fast bis zum Schluss! - ohne Fehlermeldung durchziehen (nur von DVD allerdings). Kurz vor Schluss kommt das erwähnte Problem mit dem Bootloader: “Installation fehlgeschlagen” “boost-Python-Fehler” “in job bootloader” und es wird abgebrochen.


#35

Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, aber vielleicht klappt es mit 17.0 - die aktuelle Version hat, so weit ich weiß, öfter Probleme mit dem Installer…


#36

Ich würde bei einer Rolling Release Distro immer die neueste ISO versuchen, auch wenn es RC oder alpha oder beta heißt.

Es könnte sein, dass der Bootloader sich manuell nachinstallieren lässt. Dazu boote mit der Live DVD und führe im Terminal die schritte aus, die ich weiter oben aufgeschrieben habe:


#37

Bedenke, dass ich erstmals den Terminal nutze und nicht wirklich verstehe, was ich hier eigentlich tue - habe nur mal deinen Rat befolgt. “blkid” zeigt an, dass meine angelegten Partitionen vorhanden sind. Benutzer ist jedoch Manjaro, folglich bin ich noch im Live-System. Okay, ich werde jetzt noch mal versuchen zu installieren (mit Calamares, CLI zu schwierig). Laut Ausgabe hat sich wohl grub/efi-platform neu instaliiert, das grub-Update ist jedoch gescheitert. Ist es klüger, jetzt komplett neu zu formatieren (GPT) und zu partionieren oder reicht es, die vorhandenen Partitionen noch mal einzuhängen???

[manjaro@manjaro ~]$ blkid
/dev/sr0: UUID=“2017-04-02-11-58-17-00” LABEL=“MJRO1701” TYPE=“iso9660” PTTYPE=“dos”
[manjaro@manjaro ~]$ sudo blkid
/dev/loop0: TYPE=“squashfs”
/dev/loop1: TYPE=“squashfs”
/dev/loop2: TYPE=“squashfs”
/dev/loop3: TYPE=“squashfs”
/dev/sda1: UUID=“F231-D01E” TYPE=“vfat” PARTUUID=“ecbac93d-305b-42c9-baca-5c65ffd35cb1”
/dev/sda2: UUID=“d2b63057-5621-40db-b791-7a832b3993f1” TYPE=“swap” PARTUUID=“3a838341-dfd6-4a29-aa07-314bc582c72b”
/dev/sda3: UUID=“33a4c772-a0ac-4150-a89b-a679f9c5f45f” TYPE=“ext4” PARTUUID=“7e17cc2b-ab8c-4619-af4d-3d327fa669dd”
/dev/sda4: UUID=“2b648e3b-318c-4fb3-aa93-ec1e3a41825e” TYPE=“crypto_LUKS” PARTUUID=“67b400ee-3cfe-4415-90c2-da93115239a0”
/dev/sr0: UUID=“2017-04-02-11-58-17-00” LABEL=“MJRO1701” TYPE=“iso9660” PTTYPE=“dos”
[manjaro@manjaro ~]$ manjaro-chroot -a
==> Mounting (ManjaroLinux) [/dev/sda3]
–> mount: [/mnt]
–> mount: [/mnt/boot/efi]
–> mount: [/mnt/home]
mount: unknown filesystem type ‘crypto_LUKS’
[root@manjaro /]# mount /dev/sda1 /boot/efi
mount: /dev/sda1 is already mounted or /boot/efi busy
/dev/sda1 is already mounted on /boot/efi
[root@manjaro /]# grub install --target=x86_64-efi --efi-directory=/boot/efi --bootloader-id=manjaro --recheck
bash: grub: command not found
[root@manjaro /]# grub-install --target=x86_64-efi --efi-directory=/boot/efi --bootloader-id=manjaro --recheck
Installing for x86_64-efi platform.
Installation finished. No error reported.
[root@manjaro /]# update-grub
Generating grub configuration file …
Found background: /usr/share/grub/background.png
Found Intel Microcode image
Found linux image: /boot/vmlinuz-4.9-x86_64
Found initrd image: /boot/initramfs-4.9-x86_64.img
Found initrd fallback image: /boot/initramfs-4.9-x86_64-fallback.img
ERROR: mkdir /var/lock/dmraid
ERROR: mkdir /var/lock/dmraid
ERROR: mkdir /var/lock/dmraid
ERROR: mkdir /var/lock/dmraid
WARNING: Failed to connect to lvmetad. Falling back to device scanning.
Found memtest86+ image: /boot/memtest86+/memtest.bin
done
[root@manjaro /]#


#38

Ne, update-grub ist nicht gescheitert laut der Ausgabe. Nur die verschlüsselte Partition (Home?) ist nicht eingehängt worden. Bootet trotzdem nicht?


#39

Zunächst mal bin ich immer wieder im Emergency Modus gelandet als root. Seitenweise Logs, die mir nichts sagten (Fehlermeldungen unten). Habe dann erneut mit DVD gestartet, wobei er diesmal in Grub eine Efi-Datei fand und anzeigte. Das Laden des Live-Systems verlief dann ohne Fehlermeldungen mit Ausnahme dieser:
Method parse/execution failed
[DSSP] Name space lookup failure, AE not found
Installation verlief dann reibungslos bis kurz vor Schluss. Dann wie zuvor:

Boost.Python-Fehler in Job “bootloader”.
<class ‘subprocess.CalledProcessError’>
Command ‘grub-install --target=x86_64-efi --efi-directory=/boot/efi --bootloader-id=Manjaro --force’ returned non-zero exit status 1.
Traceback:
File “/usr/lib/calamares/modules/bootloader/main.py”, line 334, in run
prepare_bootloader(fw_type)

File “/usr/lib/calamares/modules/bootloader/main.py”, line 305, in prepare_bootloader
install_grub(efi_directory, fw_type)

File “/usr/lib/calamares/modules/bootloader/main.py”, line 236, in install_grub
"–force"])

File “”, line 2, in


#40

Also, UEFI Installation kann schief gehen, wenn

  • man Secure Boot im BIOS nicht ausgeschaltet und
  • die live DVD nicht im UEFI Modus bootet und
  • nicht GPT Partitionstabelle nutzt.

#41

Doofe Frage:

Bootet in diesem Fall überhaupt das Live-System?


#42

Doofe Antwort: keine Ahnung, nicht ausprobiert bisher.


#43

Noch jemand Ideen, was eigentlich passiert? Also, ein bisschen vorbereitet hatte ich mich schon:

  • “Secure Boot deaktiviert” wird in der Firmware angezeigt, ebenso “other OS”, hatte auch msinfo (WIndows) angezeigt
  • “UEFI” wird ebenfalls in der Firmware angezeigt, sowohl bei boot mit “manjaro” als auch bei DVD-boot
  • UEFI und GPT werden vor der Partionierung oben angezeigt, ich hatte zudem auch eine neue GUID-Tabelle erstellt (from scratch)

Status:

  • Manjaro startet nur im systemd runlevel emergency nach root-Passworteingabe (init funktioniert anscheinend)
  • Starten von USB FAT32 nicht möglich: “unknown filesystem” (?)
  • Beim Laden der Live-Umgebung: “DSSP Method parse/execution failed”, “Name space Lookup failure”, “AE not found”
  • Partitionen vorhanden, die ich wie folgt gemountet habe:
    /boot/efi, FAT32, Flags bootfähig u. esp
    swap
    / , ext4
    /home, ext4, encrypted (daher automatisch umgewandelt in filesystem LUKS)
    zusätzlich wird immer automatisch eine winzige leere Partition unbenannt hinzugefügt
  • Installationsversuche werden nach Partitionierung mit “boost-python-Fehler” am Ende abgebrochen: “Installation fehlgeschlagen” (s.o.)

Falls keine Lösung greifbar, liegt es vllt. an LUKS, an non-free-Treiberauswahl oder an Problemen mit der 17.0.1 -Version? Versuche in dem Fall am Wochenende Version 16 oder Mint.
eric


#44

Einige Distros sollen mittlerweile kompatibel mit efi secure boot sein: CentOS, Debian, Fedora, Mint, openSuse, RHEL, Ubuntu dank Shim - ein mit dem MS-Schlüssel signierter Bootloader, der nach Signierung wiederum GRUB startet. Andere empfehlen aber dringend, secure boot zu deaktivieren (Quelle: schlaues Handbuch Kofler, 14. Auflage)


#45

Ich würde manjaro-architect wärmstens ans Herz legen. Es hat eine recht klare Menuführung (auch auf Deutsch), kann im Prinzip UEFI automatisch partitionieren und einrichten. Du kannst es mit pacman auf jeder live DVD zu Laufzeit installieren und ausführen.


Boost.Python Fehler in Job "bootloader"
#46

Okay, danke noch einmal für eure Hilfe! Ich habe jetzt Mint (Ubuntu-Version) manuell installiert und für mich eingerichtet, was schnell und reibungslos verlief. Eigentlich ist alles mit an Bord, was ich für meine Bedürfnisse benötige, wobei ich nicht begeistert bin. Aber besser als Windows in jedem Fall! Nach einer Eingewöhnungsphase werde ich wechseln, evtl. zu Debian. Die Eingangsfrage ist für mich beantwortet - Manjaro ist für einen Umsteiger wohl nicht die beste Wahl! :wink: Schade, vielleicht ein ander Mal wieder …