Manjaro booted nicht (mehr)

Tach zusammen,
Absturz vermutlich durch unwillkürliche, versehntliche Tastenkombi, fährt nicht mehr hoch. Meldungen:

Failed to start File System1-6b77-483c-b817-4ae6398cf9c7.
Dependency failed for /home.
Dependency failed for Local File Systems.
You are in emergency mode. After logging in, type "journalctl -xb" to view system logs, "systemctl reboot" to reboot, "systemctl default" or "exit" to beet into default mode.
Administratorpasswort für Wartungszwecke eingeben
(oder drücken Sie Strg+D, um fortzufahren):

Ich komme über diese Anzeige nicht hinaus. Was muss ich machen?
Danke im Voraus.

Buster

Hallo Buster,
probiere mal mit chroot Grub zu reparieren
https://www.linuxsecrets.com/manjaro-wiki/index.php%3Ftitle=Restore_the_GRUB_Bootloader.html

viele Grüße gosia

Namd gosia,
Danke für Deine wohlmeinende Absicht. Mein Problem: Was steht da auf dieser Seite? "Chroot into your existing Manjaro Installation"? Ich versteh' nur Bahnhof, bin kein ITler, sry schäm Mein Englisch beschränkt sich auf Konversation und "economics" that's all!

Gute N8
Buster

Hey Buster, schönen guten Morgen.

Also, mittels chroot wollen wir dir helfen, dein Installiertes Manjaro zu retten mittels eines Manjaro-Install-Medium (USB-Stick, DVD).

Bedeutet: Verfahre genau so wie bei einer Installation, z.b. Manjaro-USB-Stick in den PC einstecken, im Bios davon Booten und bei der Start-Auswahl von Manjaro Urzeit/Sprache/Grafik-Treiber auswählen und ab ins Live-Manjaro Booten.

Wenn du das Willkommen Fenster (hello) siehst, wo du dann auf Install usw. klicken kannst, hast du das gröbste schon geschafft.
Du bist jetzt im Live-System ... dein installiertes Manjaro ist noch NICHT im Live-System bekannt, das machen wir jetzt mittels einem Terminal & chroot ...

Flux nen Terminal öffnen und gib ein:
manjaro-chroot -a

Jetzt schaut chroot auf deinen Festplatten nach ob es Irgendwas/irgendwo ne Manjaro Installation findet.
Hier kommt manchmal ne Abfrage, die man mit ner Nr. 0-9 beantwortet .. hier meist die Nr. 0 (nicht mit 1, obwohl es angezeigt wird)

Sollte alles passen, wird dein Install-Manjaro mittels chroot gemountet und schwups .. schon bist du in deiner Installation-Umgebung ohne es gebootet zu haben (gebootet hast du ja ein Live-System)

Nun siehst du im Terminal eine rote# .. bist somit als root in deinem Installations-System und kannst nun Befehle wie z.b. ausführen:
pacman -Syyu

Wenn bei dem Update (wenn es welche für dein System gibt) Transhook automatisch abläuft, sollte neue Boot sachen für dein System generiert werden und Grub wird upgedatet.

Sollte es nicht der fall sein? Gibt es mehr Tipps ... bin nur leider aktuell mit dem Smartphone unterwegs...

Grüße

@Lila-Kuh (& gosia)
erstmal danke für Eure Hilfestellung.
Bin via booten vom USB-Stick genauso weit gekommen, wie angesagt (die Abfrage kam nicht), nachdem das rote# kam ist pacman -Syyu durchgelaufen, die Bootoption im BIOS wieder Manjaro auf #1 gesetzt … und bin wieder am Anfang gelandet: Booted nicht vom installierten Manjaro! :frowning_face:
Ich komme schon im BIOS zurecht (wenn ich auch jedesmal jeden Schritt "neu erfinden" muss, man macht's halt viel zu selten!), auch an das Terminal trau' ich mich ran, wenn ich weiß, was ich eingeben muss …
Hm? Was mach' ich nur falsch?

Greets
Buster

Dann mal das Log von System:
systemctl -xb

@Keruskerfuerst
nach Passworteingabe auf der roten# systemctl -xb eingegeben, Antwort: systemctl: Ungültige Option -- x
?

Keruskerfuerst meinte sicherlich journalctl -xb.

Das bedeutet, er kann aus irgendeinem Grund nicht auf deine Home-Partition zugreifen.

fdisk -l zeigt dir alle verfügbaren Partitionen an, guck mal nach, ob die dort dabei ist. Wenn ja, dann können wir mal versuchen, sie von Hand zu mounten.

@Henningstone
ist die Home-Partition das Problem #1? Das System "fährt nicht hoch" booted nicht.
fdisk -l zeigt (der Einträge viele, ich hoffe, Du willst auf das folgende raus):

dev/sda5 (SSD) Linux-Dateisystem (da liegt Manjaro)
dev/sdb3 (HDD) Linux-Dateisystem (da liegt das home-Verzeichnis)

Jawohl, hervorragend.

Versuch mal mount /dev/sdb3 /home, danach sollte bei ls /home dein Username angezeigt werden.
Wenn das der Fall ist, hat es geklappt, und du kannst mit Strg+D den Bootvorgang fortsetzen und solltest in dein System reinkommen.

Dann bist du zumindest mal wieder in der grafischen Oberfläche, allerdings müssen wir von dort aus dann immer noch herausfinden, warum das automatische Mounten beim Boot nicht mehr klappt.

@Henningstone

stimmt! Ich bin jetzt wieder "auf der Grafischen"! Danke Dir!

Und jetzt finden Wir noch was heraus? :hugs: (… ob das auch immer so klappt und so?)

Greets
Buster

Glückwunsch! Jetzt sollte es für dich auf jeden Fall leichter sein, Systemlogs und Dateien anzuschauen :slight_smile:

Da es in der Linux-Welt meistens einen guten Grund gibt, wenn etwas nicht funktioniert, vermute ich mal, dass beim nächsten Systemstart wieder genau das gleiche Prozedere nötig wäre, um in die Grafische zu kommen. Darum jetzt mal daran rauszufinden, was hier verkehrt ist...

Mein erster Ansatz wäre, mir die /etc/fstab anzuschauen. Diese Datei sagt dem System, welche Partitionen beim Start wo hin gemounted werden sollen.
Die Einträge darin einmal mit lsblk -f abgleichen, da sollte die UUID für die home-Partition übereinstimmen (kann mir zwar nicht vorstellen, wie sich daran was ändern sollte, aber nur um sicherzugehen).

Wenn das alles ok aussieht, könntest du als nächstes in den Logs (journalctl -xb) nach Fehlermeldungen suchen, die etwas mit dem Problem zu tun haben könnten. Das geht im Terminalemulator auch besser von der Hand als im TTY :wink:

Ja, da bin ich dabei!

Nach /etc/fstab darf ich nicht: Keine Berechtigung, auch ein vorgschaltetes sudo hilft nicht. Wie komm' ich jetzt zu Tante Ruth und Onkel Administrator?

oh? Das ist merkwürdig. Welchen Befehl hast du denn genau ausgeführt? Ich würde erwarten sudo [Texteditor deiner Wahl] /etc/fstab?

Texteditor ist dann halt der jeweils auf deinem System installierte, z.B. gedit unter Gnome.

Um die Dateiberechtigungen anzusehen, kannst du sudo ls -l /etc/fstab benutzen, bei mir ist der Output davon z.B. -rw-r--r-- 1 root root 1809 Feb 2 00:11 /etc/fstab

Hm? sudo mousepad /etc/fstabzeigt:

failed to initialize xfcon [name@name-pc ~]$

That's all.

Nachtrag: sudo ls -l /etc/fstab bringt:

-rw-r--r-- 1 root root 68519. Mär 14:47 /etc/stab

Puh das klingt jetzt sehr XFCE-spezifisch, da bin ich als KDE-Nutzer ein bissl überfragt.

Aber an sich wollen wir ja erstmal nur den Inhalt der Datei sehen, da sollte cat /etc/fstab es auch tun :sweat_smile:

Yo! Hat geklappt. Was musst Du jetzt wissen?

Die Zeile von fstab wo /home steht, und ebenso die Zeile aus lsblk -f wo /home steht

Ich hoffe mal wieder richtig zu verstehen:

die Zeile in der /home steht:

UUID=327d4ff1-6b77-483c-b817-4ae6398cf9c7 /home ext4 defaults, noatime 0 2

unter lsblk -f findet sich /homehier:

sdb3 ext4 327d4ff1-6b77-483c-b817-4ae6398cf9c7

So okay?

Okay, genau das. Jo, jetzt wissen wir immerhin schon, dass diese Zuordnung so korrekt ist. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte Nachrich is jetzt aber, dass wir das Problem nicht gefunden haben und weitersuchen müssen. Als nächstes würde ich dann mal journalctl -xb durchstöbern.

Was man "auf Verdacht hin" auch mal machen könnte, ist das initramfs neu zu generieren, falls das irgendwie kaputt gegangen ist:
sudo mkinitcpio -P && sudo update-grub
Wenn das Problem nach nem Neustart dann immer noch da ist, eben wieder mount /dev/sdb3 /home → Strg+D benutzen, um zurück in die Grafische zu kommen und weitersuchen :7

Forum kindly sponsored by