LibreOffice (Writer): Falsche Schriftdarstellung bei deaktivierter Kantenglättung nach Update auf 7.4.5-1 in Manjaro KDE

das ist keine frage der distro sondern eher welche grafische oberfläche du nutzt. plasma,gnome,xfce,mate und was sonst noch alles im linux-universum existiert.

btw: hast du mal die ms-fonts installiert und diese getestet ? Es gibt nun mal microsoft-fonts die in linux standardmässig nicht installiert sind weil sie dem urheberrecht unterliegen.

Okay, falsch formuliert, also ich meinte:
Gibt es noch andere grafische Oberflächen (offizielle Versionen für Manjaro), bei denen man auch Kantenglättung und Hinting separat systemweit einstellen kann?

Und, ja, mit MS-Fonts habe ich das auch schon probiert.
Mit Arial ist das Problem für mich zum ersten Mal sichtbar geworden, da das meine eingestellte Standard-Schriftart in LO ist.

Aber mit diesen MS-Fonts hatte ich mich schon in einem anderen Forum verheddert, weil es dann hieß, das seien ja nun mal auch keine - wie soll ich das jetzt mal nennen - “offiziellen” Linux-Schriften.
Und darüber hinaus kam dann die Frage auf, wie ich die überhaupt installiert hätte und es wurde erörtert, wie diese zu installieren seien (ich hatte es hier glaube ich schon angesprochen).

Das lief dann einfach in die falsche Richtung (mögliche Fehlerquelle MS-Fonts generell oder die Installationsart), weil - wie sich rausstellte - das Problem auch mit der in Manjaro KDE (wie es in anderen Versionen ist, weiß ich nicht) bereits vorinstallierten Schrift DejaVu Sans auch auftritt.
Und auch noch mit anderen Schriften, aber DejaVu ist wohl eine der am besten “geeignetsten”, weil diese ohne Kantenglättung und mit aktiviertem Hinting eben auch schön schlank und relativ gleichmäßig aussieht, bzw. aussah!

Deshalb wollte ich das hier vereinfachen und das mit den bei mir zusätzlich installierten MS-Fonts, bei denen das Problem auch auftritt, einfach weglassen.

es sind propietäre schriftarten die nicht unter der gnu-lizenz offen sind. für dich als privatnutzer kann das aber egal sein, außer du gehörst zu jenen für die alles und jedes offen sein muss.

Ich weiß es auch nicht.

Vielleicht erst mal in den relevanten (Unter-)Foren fragen, auf Englisch wenn möglich wg. breiterer Leserschaft:
“Ich hab’ das Problem XY, gehört der Bug-Report jetzt nach A, B, oder C?”

Bestes Ergebnis: Einer schreit “Hier!”, oder alle sagen “Dahin: …”

Wenn alle aufeinander verweisen, dann denselben Bug-Text in alle passenden Bug-Portale, mit der Einleitung “Sorry for the crosspost, but it is unclear to me whether this is the right place to report the bug below.” Oder so.

“…für die Linux verantwortlich ist” -?

Ich hätte hinter “offiziell(en)” einfach noch ein “verwendeten” setzen sollen, dann wäre es klarer gewesen. Ich meinte “offiziell” in dem Sinn, dass es eben schon bei Linux (in dem Fall Manjaro KDE) dabei ist und somit eine offiziell verwendete, bzw. verwendbare Schrift ist. :roll_eyes:

Tritt es denn bei allen Schriftarten auf? Wähle eine die auf jeden Fall verfügbar ist, wie z.B. “Liberation Serif”, “Roboto”, oder andere.

Zusätzlich gibt es Optionen über das verwendete JRE. In den Optionen ist bei mir z.B. 17.0.7 ausgewählt.
Ansonsten, kannst du vielleicht OpenCL deaktivieren oder aktivieren.

Was es sonst noch sein könnte, ist vielleicht der Compositor?

(Warum möchtest du überhaupt die Kantenglättung deaktivieren?)

Ja, bei Liberation Serif oder auch Liberation Sans tritt es auch auf. Roboto habe ich nicht, die ist wohl nicht vorinstalliert. An MS-Schriftarten (die ich mir zusätzlich installiert habe) sind es z.B. Arial, Verdana oder Times New Roman.

Das habe ich auch gerade mal überpfüft …
In der virtuellen Maschine:
In der Flatpak-Version, die ja als einzige nach wie vor funktioniert, ist da bei mir Flathub 17.0.7 ausgewählt.
In der LO-Fresh-Version aus den offiziellen Repos ist gar nichts ausgewählt, weil offenbar keine Java-Laufzeitumgebung installiert! Jetzt habe ich mir aber mal das Verzeichnis rausgesucht, auf das die Flatpak-Version zugreift und in der Offiziellen-Repo-Version ausgewählt. Das hat auch geklappt, wurde erkannt und LO sagte mir, dass es neu starten muss, um diese Änderung wirksam werden zu lassen. Nach dem Neustart dann nochmal nachgeschaut: Es stand dann drin und war ausgewählt. Aber: Leider keine Änderung!! :frowning:

Auf meinem Haupt-PC steht dort übrigens die JRE-Version 20.0.1 drin, auch mit dem bereits bekannten Ergebnis. Aber dann brauche ich das da nicht mit Version 17.x zu testen, wenn es in der VM auch nichts ändert.

Gegentest: In der Flatpak-Version, wo sich das Problem ja nicht zeigt, einfach mal JRE deaktiviert: Ohne Änderung!

OpenCL ist in all meinen Versionen (auch in der Flatpak-Version) deaktiviert, das kann es dann also eigentlich auch nicht sein.

Compositor: Ist das z.B. Xorg? Das ist in all meinen Systemen ausgewählt (Haupt-PC, Laptop, VMs), weil das wohl bei Manjaro KDE der Standard ist (könnte mich zumindest nicht erinnern, bei der Installation da irgendwie gefragt worden zu sein, ob oder was ich da auswählen will). Eine Alternative wäre dann Wayland? Damit habe ich wirklich noch nie was zu tun gehabt, ich meine mich aber irgendwie am Rande zu erinnern, dass Wayland im Zweifel etwas “experimenteller” wäre?!
Aber das kann’s ja eigentlich auch nicht sein oder? Also ich meine, dass LO bis Vers. 7.3.7.x läuft, ebenso wie das aktuelle Flatpak und die anderen Versionen (Fresh, Still und Appimage) benötigen Wayland, um richtig zu funktionieren?!


Offtopic:
Warum ich die Kantenglättung nicht nutzen will, würde ich eigentlich lieber nicht beantworten, weil das zu einer m.E. abschweifenden Diskussion führt! Pro und Contra Schriftartenglättung soll hier ja nicht zur Debatte stehen.
Aber vielleicht doch soviel: Ich empfinde diese kantengeglätteten Schriften als fett und schlechter lesbar.
Am Bildschirm zu sitzen ist ohnehin schon anstrengend für meine Augen. Ich bin Brillenträger und habe eine Gleitsichtbrille (welche noch stimmt!). Ich habe sogar eine spezielle auf den PC angepasste Brille. Aber das hat sich für mich in der Praxis nicht durchgesetzt. Ständig die eine Brille absetzen, die andere aufsetzen … ist auch doof.

So, und wenn ich mich nun entscheide, die Kantenglättung zu aktivieren, weil nur so LO (mit dem ich häufig arbeite) richtig funktioniert, dann muss ich das ja direkt systemweit tun (weil aktivierte Kantenglättung in LO OHNE aktivierte Kantenglättung systemweit ohne Auswirkungen bleibt!). Was auch bedeutet, dass dann z.B. der Internetbrowser auch nur noch mit fetter Schrift daherkommt. Dort habe ich nämlich bisher extra Verdana als Schrift eingestellt und Seiten verboten, ihre eigenen Schriften zu verwenden, so dass ich immer ein schön einheitliches Ergebnis habe, mit einer für mich optimal lesbaren Schrift.
Aber auch, wenn NUR LO soz. isoliert ab sofort in fetter Schrift wäre, wäre das schon eine ziemliche Katastrophe für mich!

Ich habe mich schon ein paar Mal versucht an Kantenglättung. Z.B. nach einer Neuinstallation des Systems, dachte ich mir, ich versuche es erstmal so, wie es mir vom System angenboten wird … aber es ist und bleibt einfach anstrengender für meine Augen.
Bei längeren Sitzungen werden so oder so die Augen “feucht”, aber bei aktivierter Kantenglättung eben noch deutlich früher, bzw. mehr.

“…die in den Standardinstallationen der Distros enthaltenen…”

Willkommen im Club, auch meine Augen sind mittlerweile Matsch und hier mal meine Erfahrungen. ich nutze für das tägliche Daddeln am Rechner jetzt schon länger einen imac aus 2012 mit einem 4k-Retina Display und das muss man zugeben ist im Vergleich zu allem anderen was ich in 40 Jahren an Displays und Monitoren genutzt habe eine andere Welt. die darstellung an dem gerät ist deutlich besser als an üblichen monitoren selbst wenn die eine höhere bildfrequenz haben und auch 4k besitzen. es gibt bei monitoren offensichtlich viele technische details die das erscheinungsbild beeinflussen auch wenn sie auf dem papier die selben technischen daten besitzen “sollen”.

Moin,
ich habe mich hier extra mal angemeldet, nachdem ich das Thema über google gefunden hatte.
Also ich meine, dass das kein LibreOffice-Problem ist. Ich habe nämlich exakt das gleiche Problem wie @Roger1 auf meinem Xubuntu-System seit dem upgrade von 23.04 auf 23.10, und nicht nur in LibreOffice.

Auch ich verwende in Xfce die Schriften ohne Kantenglättung, wobei -einer Empfehlung folgend, die ich mal irgendwo las- ich das Hinting dafür auf stark stehen habe. Das sieht mit den Standard-Schriftarten nicht so toll aus, aber dafür umso besser mit Microsoft-Schriften. Ich verwende Tahoma.
Aber das entscheidende ist: Egal, welche Schriftart und welche Hinting-Einstellung ich nehme, sobald die Kantenglättung aus ist, werden einzelne Buchstaben zu fett und unsauber dargestellt. Das tritt nicht nur in LIbreOffice auf (dort aber am intensivsten), sondern sogar im xfce-Dateimanager Thunar. Dort wird jedes im Dateinamen hinter einem Bindestrich stehende groß geschriebene T fett dargestellt. Am schlimmsten ist es mit auf dem Desktop abgelegten Dateien. Bei manchen ist die Schrift so unscharf, fett und ausgefranst, dass es kaum zu lesen ist. Die direkt danebend liegende Datei wird dann wieder einwandfrei abgebildet. Wenn man mit den Werten der dpi-Einstellung (Standard: 96 dpi) spielt, sieht man, dass bei Veränderungen die schlechten Schriften teilweise besser werden, dafür tritt das Darstellungsproblem dann an anderen Stellen auf, die zuvor sauber dargestellt wurden.
Der gleiche Text, der in Libreoffice falsch dargestellt wird, wird in Wordpad (unter Wine) richtig dargestellt. Wenn es nicht die gleichen Probleme mit in xfce integrierten GTK-Programmen gäbe, hätte ich auch gesagt es ist ein LibreOffice-Problem.

Ich habe bisher keinen Ansatz gefunden, wo der Fehler liegen könnte und bin für jeden Tip dankbar. Ich finde Berichte über einen Bug in xdg-desktop-portal, aber das betrifft offensichtlich eine ignorierte Kantenglättung. Hier ist es ja so, dass die Kantenglättung bewusst aus sein soll und daran halten sich nach meiner Beobachtung auch alle Programme.

Aber wenn es eine systemseitige Veränderung ist, wieso funktionieren dann immer noch die alten LO-Versionen oder auch OpenOffice? Oder ist das bei dir anders?

Ich nutze derzeit die LO-Appimage-Version 7.3.7.2, da gibt es nach wie vor keine Darstellungsprobleme.

Zuvor hatte ich LO als Flatpak genutzt, aber das war dann ab Version 7.6.2.1 auch betroffen. Das Knifflige war dort, dass es sozusagen zwei Versionen von 7.6.2.1 gab! Eine vom 23.10.23 und eine vom 08.11.23. Erstere ist noch nicht betroffen zweitere dann schon.
Und hier Merge pull request #264 from flathub/runtime-23.08 · flathub/org.libreoffice.LibreOffice@b6ecbef · GitHub kann man sehen, welche Änderungen zwischen den zwei Versionen gemacht wurden.
Laut einer Information (gleich Näheres dazu) wurde wohl nur eine “Runtime” geändert.

Eine fachkundigere Person als ich könnte vielleicht anhand dieser Eingrenzung zwischen den zwei Flatpakversionen herausfinden, woran es liegt!

Es gibt auch einen Bugreport bei LibreOffice:
https://bugs.documentfoundation.org/show_bug.cgi?id=156200

Dort steht das auch noch mal in den letzten Einträgen mit dem Flatpak. Dort stehen auch die genauen Versionsnummern (Commit Codes) der einzelnen Versionen, falls sich die jemand zum Nachstellen installieren möchte.
@Dr.Seltsam: Du bist natürlich auch eingeladen, dort das mit dem XFCE und betroffenen Programmen und/oder Systembestandteilen zu posten. Vielleicht animiert das ja dort dann jemanden, sich das nochmal genauer anzuschauen!
Es könnte ja auch schon hilfreich sein, wenn dort z.B. ein Entwickler schreiben würde, “nein, das ist nicht unser Problem, sondern kommt da und da her …”

Ich hätte auch die Flatpak-Version 7.6.2.1 vom 23.10. behalten können, mit gesetzter Updatesperre, aber ein weiteres Problem bei Flatpak war, dass es “nur” mit GTK3 lief, während das Appimage (genauso wie die über die Repos installierten Versionen) kf5 (cairo + xcb) verwendet. Der Unterschied äußert sich u.a. dadurch, dass vor allem bei Kontextmenüs die Symbole fehlen und nur Text dort steht. Mir helfen oft aber gerade die Symbole dabei, etwas schneller zu finden. Und ich konnte nicht herausfinden, wie ich die Flatpak-Version dazu bewegen kann, kf5 zu verwenden. Aber das ist eigentlich auch offtopic.

Was das restliche System angeht, kann ich eigentlich unter KDE nicht klagen.
Es gab mal eine Zeit (auch so ungefähr, als das mit LO anfing), da war die Schriftdarstellung in Pamac plötzlich ähnlich oder noch krasser zerfleddert, wie in LO (meine Systemschrift ist Verdana, die dann auch in Pamac verwendet wurde). Ich hatte daraufhin irgendwo auch mal einen Bugreport aufgemacht. Ich glaube aber, der wurde bis heute nicht bearbeitet. Das Problem mit Pamac konnte man auch umgehen, indem man Pamac-GTK3 installierte.
Aber davon abgesehen, war das Problem in Pamac auch irgendwann wieder verschwunden! (Keine Ahnung, ob das evtl. tatschlich mit meinem Bugreport zusammenhing, glaube es wie gesagt eher nicht.)

Es kann ja aber natürlich sein, dass auch andere Programme davon “betroffen” sein können, genau wie eben LO oder es (zum Glück nur kurzzeitig) Pamac war oder Teile des Systems (z.B. XFCE → Thunar). Ich denke, es muss wohl irgendwie damit zusammenhängen, wie die Programme mit dem System kommunizieren. Kann das mit dieser “Runtime” zusammenhängen (s.o. die beiden LO-Flatpakversionen, wo beim Update nur eine Runtime geändert wurde)?

Ich muss sagen, ich bin wirklich sehr enttäuscht, dass sich bezüglich LO betreffend gar nichts tut.
Ich benutze LO sehr häufig und habe jede Menge Dokumente, die ich ständig bearbeite.
Im Moment kann ich ja zum Glück noch die alte Appimage-Version nutzen. Die Frage ist halt nur, wie lange wird die sich noch mit dem sich ständig erneuernden System vertragen?
Ansonsten habe ich die jetzt mehrfach (Backups) gespeichert und würde die dann wohl auch noch in 10 Jahren verwenden! Onlinefunktionen nutze ich mit LO nicht, so dass ich da eigentlich keine Sicherheitsgefahr sehe.
Oder ich könnte notfalls noch auf OpenOffice umsteigen, aber wer weiß schon, ob es da nicht auch irgendeine Versionsänderung gibt und plötzlich das gleiche Problem besteht?!

Eine Aktivierung der Kantenglättung kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen. Hatte es letztens noch mal für eine Woche probiert (musste mich richtig zwingen, solange durchzuhalten), aber ich kann mich einfach nicht an die unschärfer wirkenden Schriften gewöhnen.

Tja, das ist alles sehr merkwürdig. Ich habe auf meinem Xubuntu jetzt mit sudo snap install libreoffice LO 7.6.3.2 installiert.
Kurioserweise ist das sogar eine ältere Version als die “normal” installierte 7.6.4.1, bei der die Schriftdarstellung Fehler hat. Mit der snap-Version ist alles in Ordnung - nur dass ich nach dem Aufruf erstmal eine Tasse Kaffee aufbrühen kann, ehe das Programm sich bequemt zu starten.

Ich verstehe leider zu wenig von snap und flatpak. Aber sind das nicht Pakete, die alle möglichen benötigten libs enthalten? (die dann ihrerseits evtl. falsch konfiguriert kompiliert wurden?)

Es liegt an libcairo: Mit Version 1.16 tritt der Fehler nicht auf.
siehe 158366 – Blurry text hinting (possible regression)
#35 + #36

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