KDE Partitionsverwaltung vergibt nicht die richtigen Schreibrechte bei btrfs

Formatiere ich mit der KDE Partionverwaltung oder auch mit gparted eine externe oder auch interne Festplatte mit btrfs, so hat diese nicht automatisch Schreibrechte. Ich muss mit

sudo chmod -R 777 /pfad/zu/hdd

nochmals extra die Schreibrechte vergeben.

Formatiere ich eine Festplatte mit exfat, so werden die Schreibrechte gleich richtig für die Nutzung entsprechend vergeben.

Das ist meines Erachtens ein Fehler oder Mangel, der behoben werden sollte. Es sollte eine als btrfs formatierete Festplatte (ohne und auch mit extra Verschlüsselung) automatisch auch die passenden Schreibrechte haben.

Auch beim Manjaro Installationsmanager ist zudem in einer Standardinstallation die Einbindung einer zweiten (internen, verschlüsselten) Festplatte mit btrfs, mit von Anfang an korrekten Schreibrechten, nicht einfach möglich. Es ist relativ kompliziert. Das sollte man auch deutlich vereinfachen. Es macht nämlich viel Sinn, eine Festplatte für das Betriebssystem und eine separate für die Daten zu verwenden.

Das ist so gewollte und kein Fehler oder Mangel. Standardmäßig darf nur der User Root Dateien erstellen. Der verantwortliche menschliche Benutzer muss entscheiden welche weiteren User Dateien und Ordner lesen oder schreiben dürfen.
Linux ist ein Mehrbenutzer System und da darf nicht jeder alles.

Wenn ich als User auf meinem PC eine Festplatte formatiere, dann denke ich doch erst einmal praktisch: “Ich möchte die Festplatte formatieren und dann verwenden”.
Das geht nicht bei einer btrfs Formatierung, aber schon bei einer exfat Formatierung. Das ist für mich weder benutzerfreundlich und noch konsistent logisch.

Linux ist ein tolles System, aber es muss einfach einstiegsfreundlicher werden. Je mehr Menschen Linux verwenden, desto erfolgreicher wird est.
Wenn Du meinst, dass diese “Hürde” da sein sollte, dann sollte es zumindest in der KDE Partitionsverwaltung eine Abfrage der gewünschten Berechtigungen im Formatierungs-Prozess geben. Habe mal als Idee zur Verbesserung für einen integrierten Prozessschritt im Formatierungsprozess einen Screenshot von Filezilla als Beispiel beigefügt.

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exfat ist ein Windows Dateisystem. Das kann das Linux Rechte System nicht abbilden, und daher darf da jeder alles.

Finde ich nicht. Es ist sehr Benutzerfreundlich, nur leider glauben die ganzen Windows User jedes Betriebssystem muss funktionieren wie Windows. Das kann nichts werden.

Dann erstelle doch einfach ein Bugreport beim KDE Projekt. Da wird die Software schließlich entwickelt.

Leider ist meine Erfahrung, wenn ich unter kde.org etwas einstelle, meist nicht vernünftig reagiert wird. Wenn jemand vom Manjaro Team so etwas weitergibt (auch im Sinne von Linux Manjaro KDE Plasma), dann findet das vermutlich mehr Gehör. Gerne kann ich unterstützen, wenn nötig.

Das Problem ist das viele Einsteiger meinen sie müssten unbedingt zum Einstieg eine Rolling-Release nutzen und dann landen sie Schiffbruch. Es gibt ausreichend Distros die sich explizit an Einsteiger wenden um ihnen “Basteleien” zu ersparen.

Kleiner Denkfehler:

Die Rechte werden nicht an der formatierten Partition eingestellt (weswegen gparted das nicht machen kann).

In Linux werden :heavy_plus_sign: grundlegende Rechte dann vergeben, wenn eine Partition gemountet wird (:heavy_plus_sign:am mountpiont).

:heavy_plus_sign: Diese grundlegenden Rechte müssen beim anlegen des Mountpoint oder beim mounten vergeben werden. Detaillierte Rechte (für Ordner und Dateien) werden bei Dateisystemen die das können im Dateisystem angelegt.
Das Programm das die Partition irgendwohin mountet muß diese Rechte explizit vergeben (aus Sicherheitsgründen). Es gibt aber Dateisysteme (wie FAT) die das nicht können. Die sind dann immer beschreibbar.

Das Sicherheitskonzept von Linux wird keiner ändern wollen, der selbst damit arbeitet und dafür programmiert. :man_shrugging:

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Na, Du hast da wohl recht. Doch in jedem Fall kann ich mit KDE Partitionsverwaltung eine btrfs Datei in einem Atemzug LUKS erstellen. Und dennoch gibt es immer wieder Probleme, wenn ich die externe Festplatte anschließe und entferne bei der Erkennung. Das ist halt sehr umständlich.

Es sollte praktischerweise einfach so sein, dass die Festplatte automatisch geschlossen wird, wenn man sie austeckt und das Passwort abgefragt wird, wenn man sie einsteckt.

Das geht schon, muß aber von dir selbst eingerichtet werden. :man_shrugging:

Es sollte praktischerweise einfach so sein, dass die Festplatte automatisch geschlossen wird, wenn man sie austeckt und das Passwort abgefragt wird, wenn man sie einsteckt.

Wie soll das bitte gehen?

Erm… @andreas85 Das könnte man jetzt so verstehen, dass Linux die Rechte extern speichert. Tatsächlich werden die Rechte in den Inodes des Dateisystems gespeichert. Beim Einhängen werden keine Rechte vergeben, sie werden ausgelesen. Damit fällt das schon in den Bereich “Formatierung”.

Aber ja, bei einem FAT oder NTFS Dateisystem werden die Rechte mittels einer Übersetzungsebene emuliert und dementsprechend beim Einhängen vergeben.

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So sollte das nicht gemeint sein :wink: (hab’s oben korrigiert)
Es gibt soweit ich weiß 3 Dinge die Einfluss haben:

  • Die grundlegenden Rechte des Mountpoint und der darüber liegenden Verzeichnisse
  • Die beim Mounten angegebenen Optionen (-ro)
  • Die Rechte innerhalb des Dateisystems das gemountet wird

Aber keines davon kann beim formatieren einer Partition vorgegeben werden.

  • Der Mountpoint muß angelegt werden (extra)
  • Der Eintrag in der fstab geschieht meist auch nicht automatisch
  • Nach dem Formatieren ist erstmal keine Ordnerstruktur im neu erzeugten Dateisystem