Installieren und später entfernen

Hallo,
wenn ich eine Software oder ein plug-in ausprobieren möchte und installiere, später aber erkenne, dass ich es nicht brauche möchte ich es wieder entfernen.
Das mache ich meistens mit pamac.
Da beim Installieren oft viele Abhängigkeiten mit installiert wurden, und diese beim Entfernen wahrscheinlich nicht alle mit-entfernt werden, möchte ich dieses Vorgehen vermeiden.
Da ich / auf ein Btrfs System installiert ist, verwende ich gerne Timeshift. Wenn ich also mein System wieder so sauber haben möchte, wie davor, stelle ich einfach den letzten Schnappschuss wieder her.

Ich habe öfters gehört, dass dies kein typisches Linux-Vorgehen sei, sondern dass viele ihr System auf andere Weise sauber halten.

Meine Frage daher:
Wie sehr wird ein System belastet, wenn ich relativ viel installiert habe, auch wenn ich es später nicht brauche? Spielt das eine Rolle? Ich komme halt von Windows, da war es immer mein Anliegen, das System sauber zu halten, was ja nicht beliebig lange ging.

Wie entferne ich alles, was ich mit einem Plug-in oder einer Anwendung mit installiert habe?

Oder kann man die oft nur einige KB großen “Dinge” einfach auf dem System belassen? Macht das Linux langsamer oder anfälliger?

Freue mich sehr auf Eure Meinungen.

Und da mußt Du auseinanderhalten, was in Wirklichkeit lediglich Deine Annahmen sind
vs
was in der Realität passiert.

Es ist natürlich und in der Tat so, daß all das wieder sauber entfernt wird - auch wenn Du das nicht glaubst. :man_shrugging:

Es kommt natürlich darauf an
WIE Du das dann wieder deinstallierst.

Normalerweise benutzt man:
pacman -Rns paketname
das entfernt dann das Paket und all seine Abhängigkeiten.

Wie gut pamac darin ist, weiß ich nicht - mit pacman gibt es da keine Probleme.

Komische Frage - der Speicherplatz ist im Prinzip das Einzige was da eine Rolle spielt.
Das System wird nicht mehr “belastet” wenn viel Software installiert ist.
Du hast halt mehr benutzten Speicherplatz für all das
und kannst es Rückstandslos entfernen, so Du denn willst.

Nein. Wird nicht “anfälliger” oder langsamer.

Snapshots sind natürlich auch eine Methode, zu exakt dem Zustand zurückzukehren, der zum dem Zeitpunkt da war.
Warum nicht - kann man machen.
Ist nichts falsches dran.

Das Equivalent dazu mache ich mit meinen Windows Installationen (die alle in einer VM sind)
Ich habe immer eine, die absolut “frisch” ist - ein Abbild davon, wie der Zustand nach Neuinstallation war.
Dadurch kann ich jederzeit ohne zeitaufwändige Neuinstallation den Ursprungszustand wieder herstellen.

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Hallo Nachlese,
das habe ich mir nun notiert und werde es so handhaben. Ist mir doch lieber, als dauernd die Holzhammermethode von Timeshift zu bemühen. Deine Methode vermutlich viel mehr die typische Linux-Methode. Verstehen, und dann das richtige machen.
Danke Dir.

Ich habe timeshift nie benutzt.
Auf BTRFS ist das - von dem was ich darüber weiß - sehr schnell und effizient.
Auf ext4 Dateisystemen läuft das über rsync (soweit ich weiß).
Das dauert dann etwas.
Das Ergebnis ist aber das selbe.

Wenn Du Dir keinen Kopf über irgendwelche pacman Kommandos machen willst
aus denen dann womöglich auch noch Fragen folgen, die Du nicht beantworten kannst oder willst
sondern einfach nur den vorherigen Zustand haben möchtest
dann ist das mit den Snapshots sicher eine gute Idee.

Da kann man sozusagen nix falsch machen - Du bekommst halt den exakten Ausgangszustand zurück.

Die Ursache bei Windows war wohl eher der hohe Fragmentierungsgrad und auch die Position der Daten auf einer Festplatte (Anfang: schnelle Zugriffszeit, Ende: langsame Zugriffszeit). Da war das sicher sinnvoll. Seit SSD, NVME und Co, zählt im Prinzip der Speicherplatz, da die Zugriffszeiten sich nicht verringern, wie bei HDDs.

Aber im Grunde möchte ich mir doch ein wenig Kopf machen, über pacman. Immer ein wenig dazulernen mit und um Linux herum.

Dann mach das halt so.
Hab die Möglichkeit der Wiederherstellung des Snapshots in der Hinterhand
aber nutze sie erst, wenn Du anderweitig nicht zu Deiner Zufriedenheit weiterkommst …

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ist dies ein sicherer Befehl, den man bedenkenlos verwenden kann? Ich frage, weil ich die “OPTIONS”, vor allem das “n” nicht ganz verstehe.

das “-n” bezieht sich auf evtl. vorhandene Konfigurations Dateien
die sind in /etc
und würden u.U. beibehalten werden - aber umbenannt mit .pacsave Endung

das passiert durch diesen “Schalter” (-s) nicht - die werden entfernt
(so daß sich eben kein “Müll” ansammelt)

aus “man pacman

REMOVE OPTIONS (APPLY TO -R)
       -c, --cascade
           Remove all target packages, as well as all packages that depend on one or more target packages. This operation is recursive and must be used with care, since it can remove many potentially needed
           packages.

       -n, --nosave
           Instructs pacman to ignore file backup designations. Normally, when a file is removed from the system, the database is checked to see if the file should be renamed with a .pacsave extension.

       -s, --recursive
           Remove each target specified including all of their dependencies, provided that (A) they are not required by other packages; and (B) they were not explicitly installed by the user. This operation
           is recursive and analogous to a backwards --sync operation, and it helps keep a clean system without orphans. If you want to omit condition (B), pass this option twice.

mit der -c Option in Verbindung mit -R mußt Du sehr vorsichtig sein
aber Du bekommst in jedem Fall gezeigt, was passieren wird - und mußt es bestätigen, bevor es tatsächlich passiert



Ja und nein.
Wie mit allem.

Dir wird gezeigt, was passieren wird - und Du bestätigst das und es passiert
oder
Du lehnst es ab - und es passiert gar nichts.



Du weißt ja (zumindest solltest Du), was Du gerade installiert hast um es zu probieren.
Dazu wurden u.U. noch andere Dinge als Abhängigkeiten installiert.
Du hast es ja gerade eben gesehen …

Nun willst Du es wieder loswerden.
Du gibst den Befehl ein und Dir wird gezeigt, was passieren wird.

Du wirst Dich hoffentlich erinnern, was gerade eben installiert wurde … und ob das passt, das wieder zu entfernen.

Wenn Du nicht sicher bist, sag nein.

Bedenkenlos kannst Du den nicht auf jedes beliebige Paket loslassen.
Aber das sollte mehr als deutlich sein, wenn Du die Liste der zu entfernenden Pakete präsentiert bekommst.

Du kannst ja mal spaßeshalber versuchen, den auf glibc loszulassen - oder auch nur auf pacman

Keine Angst - solange Du nicht “ja” sagst passiert nichts. :grinning:

Die “Holzhammermethode” also Ursprungszustand durch snapshots hat schon einige Nachteile. Ich sage nur arch-keyring und manjaro-keyring. Auch sollte man dafür nur einen LTS Kernel verwenden sonst läuft das auch ganz schnell schief.

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Danke für diesen Tipp, war mir gar nicht so bewusst. Allerdings verwende ich nur LTS Kernel.
Ich bin ja dabei zu lernen, wie man sinnvoll repariert oder korrigiert, ohne Holzhammer. Den hebe ich mir für die größeren Probleme auf. Und wenn mal alles schief ging - auch kein Problem, bin schon Profi im neu installieren. Dauert mit allem Drum und Dran kaum eine Stunde. Habe mir alles fein säuberlich notiert. Dadurch geht es ratz-fazt und mein System ist neu gemacht.

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