Cloudlaufwerke für GUI-Abhängige ohne davfs2

Ich betreibe in der Familie 4 notebooks mit ziemlich identischen xfce-manjaro-Installationen, nutze Konsoleneingaben aber nur ungern und mit viel cut’n’paste eigentlich nur für notwendige Eingriffe ins System. Bei den vielen täglichen Dienstleistungen der manjaros bin ich dann auf Anwendungen mit GUI angewiesen. Terminal ist irgendwie nicht meine Sprache. So bin ich also angewiesen auf pamac, thunar und die vielen grafischen Helferlein.

Meine Cloudspeicher bei mehreren freemailern hatte ich irgendwann “nach Kochbuch” mit davfs2 eingebunden und fand die Bedienung per thunar (Einhängen, Zugriff, Aushängen) ziemlich komfortabel.

Nun musste eines der notebooks ersetzt werden und bei der Neuinstallation war davfs2 aus AUR verschwunden. Eine Installation aus github übersteigt immer noch meinen Horizont.

Ich habe mit im Netz jetzt eine Lösung zusammengekratzt, die zwar nicht ganz so elegant ist wie die alte, es aber letztendlich tut: fuse2/3 hatte ich offensichtlich schon mit PCMan und mtpfs für’s smartphone installiert. Es fehlten noch webdavfs und gigolo. In der gigolo-GUI kann man die Laufwerke mit ihren Zugangsdaten verbinden und mounten, es gibt die Möglichkeit, die Passwörter im Schlüsselbund dauerhaft zu speichern und wenn man nicht vergisst, aus den Laufwerken Lesezeichen zu erstellen, kann man auch nach einem Neustart die Speicher automatisch oder manuell wieder einhängen, wonach sie auch in thunar wieder ansprechbar sind wie dunnemals mit davfs2.

Nachdem mich dieses Problem einen ganzen Nachmittag beschäftigt hat, wollte ich einmal darauf und die Tatsache hinweisen, dass manjaro auch von “ganz normalen Menschen” genutzt wird, die vielleicht andere Probleme damit haben als die Experten.

davfs2 ist vielleicht nicht mehr im AUR - ich weiß nicht, ob es dort jemals war und warum und warum nun nicht mehr.

davfs2 ist aber - zumindest für den “testing” und “unstable” Zweig - im ganz normalen extra repo - das AUR ist also als Quelle dafür nicht (mehr) nötig.

Im “stable” Zweig von Manjaro ist es scheinbar noch nicht erhältlich.

Branch compare for Manjaro

Man könnte also den Zweig wechseln
oder das Paket mittels des PKGBUILD selbst bauen.

von hier:

Arch Linux - davfs2 1.7.2-3 (x86_64)

nach hier:

Arch Linux / Packaging / Packages / davfs2 · GitLab

1 Like

Oh danke!

Ohne die gigolo-Lösung hätte ich mich wohl jetzt ans Paketbauen gemacht. Nun kann ich aber ganz entspannt abwarten, bis davfs irgendwann wieder im stable auftaucht. Im Prinzip ist gigolo ziemlich komfortabel und man kommt als GUI-Abhängiger komplett ohne pkexec aus :laughing:

Seltsam, dass mir beim MS-DOS die Befehlszeilenbedienung keine Probleme bedeutet hat. Jetzt bei der “zweiten Fremdsprache” vermixe ich immer die Befehlsgrammatik. Nun bin ich seitdem allerdings auch etwas älter geworden…

Edit am 09.12.25:
Mit dem heutigen größeren update ist davfs2 auch wieder bei stable angekommen. Installiert und funktioniert.

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