Brauche Partitionierungs Tipps /var

Hallo,

welche Vor- oder Nachteile hat es, wenn man für /var eine separate Partition anlegt?
Dort liegen ja die installierten Programme.
Bedeutet das, wenn man z. B. neu installiert und /home und /var beim installieren einbindet, dass man dann automatisch alle installierten Programme hat? (Außer die fremden aus Opt?)
Man hätte dann den Originalzustand wie vorher?

Das wäre einfacher, als mit der Paketliste "Pakete.txt"?

Teilweise liest man, man könne auch /usr auf eine eigene Partition legen, dann liest man wieder, das sollte unbedingt in / bleiben. /home mache ich grundsätzlich separat

Formatiere ich alles in ext4 oder sind andere für /var besser?

Situation:
SSD 447,17 (450) GB und SSD 232,91 (250) GB und ein mSata-SSD Modul 22,37 (24) GB
Ich bin mir unschlüssig wofür ich das SSD-Modul nutzen soll.
Lt. Eigenschaften Thunar
tmp 41 MB 11,7 GiB von 11,7 GiB frei -> lohnt sich nicht wirklich für eine eigene Partition/Modul
var 27,4 GiB 4,7 GiB von 44,4 GiB frei -> zu klein für das Modul

Swap brauche ich eigentlich nicht, da ich 24 GB RAM habe.
Ruhezustand braucht aber nach wie vor Swap? Geht das auch mit einer Swapdatei?
Ruhezustand brauche ich nicht zwingend. Ab und zu hat der eh nicht funktioniert.
Das Swap könnt ich ja evtl. ins Modul legen?
Vom Browser kann man auch etwas auslagern, habe ich gelesen, weiß aber nicht mehr, was und wie das war.

Es dankt im Voraus TM

Hallo Thatsme,

Naja, die legen da nicht. Dort liegen vorwiegend Logdateien, Cachezeugs, Mails u.ä.
Aber egal, vergiss es und mach dir nicht das Leben künstlich schwer. Auf Servern könnte man drüber nachdenken, eine Extra-Partition zu machen, aber für deinen Privatrechner macht das keinen Sinn.

Selbst wenn es so wäre (ist es nicht), ist der einzig vernünftige Weg, das zu erreichen Backups zu machen.

Lesen bildet, aber zuviel lesen ist auch nicht gut. Wenn man lange genug liest, erfährt man im Internet auch, daß der Mond aus grünem Käse besteht :wink:
/home seperat ist ganz nützlich, mache ich auch. Fällt aber trotzdem unter die Kategorie "Kann man machen, muss man aber nicht". Ist aber trotzdem eine gute Sache finde ich.

Interessant, über was Du alles nachdenkst :wink: Andere mögen auch btrfs oder xfs (nur damit Du noch mehr Varianten hast), ich bin konservativ und benutze ext4, aber ich wüsste nichts, was gegen die anderen Varianten spräche. Da kann man lange drüber streiten (oder reden, nachdenken...)

Ach ja, das geht. Aber ich glaube nicht, daß Du die geschätzen 10 ms Zeitersparnis spürst :wink:

viele Grüße gosia

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/tmp wird mittels tmpfs eingebunden. Dadurch liegen die temporären Dateien ausschließlich im RAM. Die Größe einer tmpfs Partition beträgt standardmäßig die Hälfte vom RAM. Wo bei natürlich nur soviel Platz verbraucht wird, wie auch wirklich benötigt wird. Das heißt von den 11.7 GiB sind nur wirklich 41 MB im RAM. Der Rest steht als ganz normaler RAM für Programme zur Verfügung.

Wenn du den Ruhezustand verwenden willst brauchst du Swap. Es klappt auch mit einer Swapdatei. Wenn du eine Swapdatei verwenden willst, würde ich dir immer noch von Btrfs abraten.
Da der Swap genau, oder besser, ein klein wenig größer als der RAM sein muss, könnte das Modul zu klein sein.
Wenn du keinen Ruhezustand brauchst, kann systemd-swap eine brauchbare Swap Automation sein.

Meinst du so etwas wie Psd?

Grundsätzlich kann ich mich nur @gosia anschließen. Mach es nicht zu kompliziert. Eine Root Partition und eine fürs Home. (Bei UEFI System, natürlich noch eine EFI Partition.) Nimm ein Dateisystem das du kennst und verwalten kannst. Im Zweifel ist ext4 eine gute Wahl.

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Alles klar, ich danke euch!
Dann lasse ich alles beim Alten.

@xabbu Ja, so was in der Art war es. Dass die SSD entlastet wird.
Ich denke, dafür bietet sich das kleine Modul evtl. an.
Das muss ich mal genauer abchecken, wenn die Generalüberholung gemacht ist.
Was backup betrifft, muss ich mich endlich auch mal kundig machen. Da gibt es ja auch zahlreiche Möglichkeiten.
Ein schönes Wochenende wünscht TM